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LONGi: alle Produkte & Preise

LONGi Solarmodule gehören zu den bekanntesten Photovoltaik-Modulen aus China und tauchen in vielen Angeboten für Dachanlagen in Deutschland auf. Hinter der Marke steht die LONGi Green Energy Technology Co., Ltd., die laut eigener Produktbroschüre im Jahr 2000 gegründet wurde und neben Modulen in großem Umfang monokristalline Siliziumwafer herstellt. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Modulserien LONGi aktuell führt, was hinter der Rückkontakt-Technik HPBC steckt, wie Sie die Datenblätter richtig lesen und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Wir sind ein unabhängiges Vergleichsportal und verkaufen selbst keine Module; aktuelle Händlerpreise sehen Sie in den Angebotslisten der jeweiligen Produkte.

Wer hinter LONGi steht

LONGi produziert sowohl Siliziumwafer als auch fertige Module. In der Broschüre zur Hi-MO-X10-Serie (Stand 10/2024) nennt das Unternehmen für 2023 eine Auslieferung von 67,52 GW monokristalliner Module und 125,42 GW Wafern. Außerdem verweist LONGi dort auf die Einstufung als „Tier 1“-Modulhersteller in einer Marktübersicht von BloombergNEF (1. Quartal 2024). Diese Tier-1-Liste bewertet die Finanzierbarkeit von Großprojekten durch Banken, nicht die Qualität eines einzelnen Moduls auf Ihrem Dach.

Für Sie als Käuferin oder Käufer ist vor allem wichtig: Die Herstellergarantie gibt LONGi, die gesetzliche Gewährleistung übernimmt der Händler oder Fachbetrieb, bei dem Sie kaufen. Komplette Anlagen verschiedener Hersteller vergleichen Sie auf unserer Startseite und bei den Komplettanlagen.

LONGi Hi-MO: die Modulserien im Überblick

Alle aktuellen Modulfamilien vermarktet LONGi unter dem Namen LONGi Hi-MO, ergänzt um eine Ziffer oder ein „X“. Laut Produktübersicht auf longi.com (abgerufen am 02.10.2026) gehören dazu Hi-MO X10, Hi-MO 9, Hi-MO 7, Hi-MO X6 Max, Hi-MO X6, Hi-MO 5m und Hi-MO 5. Die Hi-MO X10 ordnet LONGi dezentralen Dachanlagen zu, die Hi-MO 9 großen Solarkraftwerken.

Serie Zielmarkt laut Hersteller Zelltechnik Herstellerangaben
Hi-MO X10 dezentrale Dachanlagen HPBC 2.0 (Rückkontakt) Formate mit 54, 66 und 72 Zellen, max. Wirkungsgrad 24,8 %, max. 670 W
Hi-MO 9 Großkraftwerke HPBC 2.0 (Rückkontakt) 635–660 W, bis 24,8 %, 144 Zellen, 2.382 × 1.134 × 30 mm, 33,5 kg
Hi-MO X6 je nach Ausführung, Artist für Wohngebäude HPBC (Rückkontakt) Ausführungen Explorer, Scientist, Guardian und Artist (Ultra Black)

Die Hi-MO X10 gibt es laut Broschüre in den Linien Explorer, Scientist, Guardian und Artist. Die Guardian-Varianten zielen auf besondere Bedingungen, etwa ein blendreduziertes, ein staubabweisendes oder ein leichtes Design mit 7,2 kg pro Quadratmeter. Das 54-Zellen-Format misst laut Herstellerzeichnung 1.800 × 1.134 mm. Für die Hi-MO 9 nennt LONGi 12 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie. Die genauen Garantiebedingungen für Ihr Modul entnehmen Sie immer dem Datenblatt des konkreten Typs.

Rückkontakt-Technik HPBC: was dahintersteckt

Bei den meisten Modulen liegen Kontaktfinger und Busbars auf der Vorderseite der Zelle und werfen einen kleinen Schatten. LONGi setzt bei den neueren Serien auf Rückkontaktzellen (Back Contact, bei LONGi „HPBC“ genannt): Plus- und Minuskontakte liegen auf der Rückseite, die Vorderseite bleibt frei von Leiterbahnen. Laut Hersteller erreichen HPBC-2.0-Zellen in der Massenproduktion über 26,6 % Zellwirkungsgrad; der Modulwirkungsgrad liegt naturgemäß darunter (bis 24,8 % bei Hi-MO X10).

LONGi wirbt außerdem mit einem Verschattungsverhalten, bei dem eine einzelne verschattete Zelle sich selbst überbrückt, statt einen ganzen Zellstrang abzuschalten. Das ist eine Herstellerangabe. Unabhängige Messungen dazu, die wir verifizieren konnten, liegen uns nicht vor. Wer mit Teilverschattung rechnet, sollte die Planung trotzdem mit dem Fachbetrieb durchgehen und gegebenenfalls über Optimierer nachdenken. Ein optischer Nebeneffekt der Rückkontakttechnik: Die Module wirken sehr gleichmäßig, was viele bei Full-Black-Modulen schätzen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Genaue Typenbezeichnung: Unter einem Seriennamen gibt es oft mehrere Formate, Rahmenfarben und Leistungsklassen. Vergleichen Sie Angebote immer anhand der vollständigen Modellnummer aus dem Datenblatt.
  • Format und Gewicht: Formate mit 2,38 m Länge (Hi-MO 9 sowie die 66- und 72-Zellen-Formate der Hi-MO X10) brauchen viel Platz. Prüfen Sie mit Ihrem Installateur, ob Unterkonstruktion und Dachlasten passen; Hinweise zur Montage finden Sie unter Unterkonstruktion.
  • Garantie: Produkt- und Leistungsgarantie unterscheiden sich je nach Serie. Lassen Sie sich die gültigen Garantiebedingungen schriftlich geben.
  • Wechselrichter-Kompatibilität: Spannung und Strom des Moduls müssen zum MPP-Bereich des Wechselrichters passen.
  • Steuer: Seit dem 1. Januar 2023 gilt nach § 12 Abs. 3 UStG ein Umsatzsteuersatz von 0 % für die Lieferung und Installation von Solarmodulen an den Betreiber, wenn die Anlage auf oder in der Nähe einer Privatwohnung oder eines begünstigten Gebäudes installiert wird. Bei einer Bruttoleistung laut Marktstammdatenregister bis 30 kWp gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Mehr dazu im Ratgeber Mehrwertsteuer bei Photovoltaik.

Wie lange kristalline Module typischerweise halten, lesen Sie im Beitrag zur Lebensdauer von PV-Modulen. Ob ein schwarzer oder silberner Rahmen besser zu Ihrem Dach passt, erklärt der Vergleich Full Black vs. Silber.

LONGi im Vergleich zu anderen Modulherstellern

Rückkontaktmodule bietet nicht nur LONGi an. Auch Aiko setzt auf diese Zellarchitektur, während Hersteller wie JA Solar und Trina Solar bei vielen Serien auf TOPCon-Zellen mit Kontakten auf der Vorderseite bauen. Welche Technik für Ihr Dach sinnvoller ist, hängt weniger vom Markennamen ab als von Fläche, Ausrichtung, Verschattung und Preis pro Watt. Einen herstellerübergreifenden Überblick bietet unsere Kategorie Solarmodule.

Häufige Fragen

Woher kommen LONGi Solarmodule?

LONGi ist ein chinesischer Hersteller, die LONGi Green Energy Technology Co., Ltd., gegründet im Jahr 2000. Das Unternehmen stellt sowohl Siliziumwafer als auch fertige Module her.

Was bedeutet LONGi Hi-MO?

„Hi-MO“ ist der Serienname, unter dem LONGi seine Solarmodule vermarktet. Zahl oder „X“ dahinter unterscheiden Generationen und Produktlinien: Die Hi-MO X10 richtet LONGi auf Dachanlagen aus, die Hi-MO 9 auf große Solarparks.

Was ist der Unterschied zwischen Hi-MO X10 und Hi-MO 9?

Beide nutzen laut Hersteller HPBC-2.0-Rückkontaktzellen mit bis zu 24,8 % Modulwirkungsgrad. Die Hi-MO X10 gibt es in mehreren Formaten (54, 66 und 72 Zellen) und Ausführungen für Dächer, die Hi-MO 9 ist ein großes 2,38-m-Modul mit 635 bis 660 W für Kraftwerke.

Fällt auf LONGi-Module Mehrwertsteuer an?

Für Privatkunden in der Regel nicht: Nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit 2023 ein Steuersatz von 0 % für die Lieferung und Installation von Solarmodulen für Anlagen auf oder nahe Wohngebäuden. Bis 30 kWp Bruttoleistung laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Das gilt unabhängig von der Marke.

Gibt es unabhängige Tests zu LONGi-Modulen?

Uns sind keine aktuellen, frei zugänglichen Verbrauchertests einzelner LONGi-Modelle bekannt, die wir verifizieren konnten. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus den Produktseiten und Broschüren des Herstellers. Vergleichen Sie bei Angeboten deshalb die Datenblattwerte und Garantiebedingungen.

Quellen

  1. Modules – Product overview – LONGi, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. Hi-MO X10 Leaflet (10/2024) – LONGi, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. Hi-MO X10 – LONGi, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. Hi-MO 9 – LONGi, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. Hi-MO X6 – LONGi, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. § 12 Umsatzsteuergesetz – Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  7. FAQ zur Förderung von Photovoltaikanlagen – Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026