PV-Komplettanlage mit Speicher kaufen
Eine Solaranlage mit Speicher besteht aus Solarmodulen, Wechselrichter, Batteriespeicher und Montagesystem – als Komplettanlage kommen diese Komponenten aufeinander abgestimmt aus einer Hand. Hier vergleichen Sie Komplettanlagen nach Anlagengröße und Hersteller, erfahren, welche Kennzahlen bei Modulen, Wechselrichter und Speicher zählen, und wie Sie ein Angebot realistisch einordnen. Wir verkaufen selbst keine Anlagen. Wenn Sie die Anlage mit Montage möchten, können Sie über unsere Angebotsanfrage bis zu drei Angebote von Fachbetrieben einholen. Weitere Produktbereiche finden Sie auf der Startseite.
- 10 kWp PV-Anlage mit Speicher
- 12 kWp PV-Anlage mit Speicher
- 15 kWp PV-Anlage mit Speicher
- 20 kWp PV-Anlage mit Speicher
- 5 kWp PV-Anlage (mit Speicher)
- 6 kWp PV-Anlage mit Speicher
- 8 kWp PV-Anlage mit Speicher
- Aiko Komplettanlage
- Enphase Komplettanlage
- Fronius Komplettanlage
- Huawei PV-Komplettanlage
- Sungrow Komplettset
Für diese Auswahl gibt es gerade keine aktuellen Angebote (wir zeigen nur Preise, die höchstens 24 Stunden alt sind). Bitte Filter lockern oder später erneut schauen.
Was gehört zu einer Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher?
Eine Photovoltaik-Komplettanlage umfasst alle Komponenten, die für den Betrieb nötig sind. Bei einer Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher kommt der Batteriespeicher hinzu:
- Solarmodule: Glas-Glas-Module sind laut Verbraucherzentrale NRW meist etwas teurer, aber widerstandsfähiger gegen mechanische Schäden. Bifaziale Module bringen vor allem auf hellen Flachdächern Mehrertrag, auf dem Schrägdach praktisch keinen. Mehr unter Solarmodule.
- Wechselrichter: String-Wechselrichter bündeln mehrere Module; Modul- bzw. Mikrowechselrichter können bei Teilverschattung oder unterschiedlicher Ausrichtung Vorteile bringen, sind aber meist teurer. Ein Hybrid-Wechselrichter kann zusätzlich einen DC-gekoppelten Speicher betreiben. Vergleich: Wechselrichter.
- Batteriespeicher: DC-gekoppelt am Hybrid-Wechselrichter oder AC-gekoppelt mit eigenem Batteriewechselrichter – Letzteres eignet sich auch zum Nachrüsten. Übersicht: Stromspeicher.
- Montagesystem, Verkabelung, Energiemanagement: Unterkonstruktion für Ziegel-, Blech- oder Flachdach, DC- und AC-Leitungen, Zähler bzw. Smart Meter und eine App zur Ertragsüberwachung.
Ein reines PV-Komplettset ohne Montage enthält meist Module, Wechselrichter, Speicher und Unterkonstruktion. Bei einem Angebot mit Montage gehören laut Checkliste der Verbraucherzentrale NRW zusätzlich Installation samt Kleinmaterial, Gerüst bzw. Absturzsicherung, Inbetriebnahme, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister sowie die Dokumentation dazu – gegebenenfalls auch die Erneuerung des Zählerschranks.
Solaranlage komplett mit Speicher: die richtige Größe
Die Größe ergibt sich aus Dachfläche und Stromverbrauch. Für 1 kWp Modulleistung brauchen Sie laut Verbraucherzentrale etwa 5 bis 7 m² Dachfläche. Kleine Anlagen sind laut Verbraucherzentrale pro Kilowatt teurer, weil sich Fixkosten wie Gerüst und Einspeisetechnik auf weniger Leistung verteilen. Für die Abstimmung der Komponenten nennt die Checkliste der Verbraucherzentrale NRW zwei Faustregeln:
- Wechselrichter: Nennleistung etwa 90 bis 110 % der Modulleistung in kWp.
- Speicher: grob 1 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch; die Kapazität in kWh sollte nicht deutlich über der PV-Leistung in kWp liegen. Mehr nur, wenn der Verbrauch absehbar steigt (z. B. E-Auto, Wärmepumpe) oder für Funktionen wie Notstrom.
Typische Größen im Überblick:
| Haushalt / Dach | Passende Seite |
|---|---|
| kleines Dach, geringer Verbrauch | 5 kWp, 6 kWp |
| Einfamilienhaus | 8 kWp, 10 kWp |
| großes Dach, E-Auto oder Wärmepumpe | 12 kWp, 15 kWp, 20 kWp |
Eine erste Abschätzung liefern der PV-Rechner und der Speicher-Rechner.
PV-Anlage mit Speicher: Preise einordnen
Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Angebote von Januar 2025 bis August 2026 ausgewertet (Stand 28.08.2026). Die mittleren Preise für den PV-Teil ohne Speicher sinken mit der Größe deutlich (Auszug):
| Anlagengröße | Mittlerer Preis je kWp (ohne Speicher) |
|---|---|
| 4–6 kWp | 2.090 € |
| >6–8 kWp | 1.820 € |
| >9–10 kWp | 1.410 € |
| >12–14 kWp | 1.240 € |
| >16 kWp | 1.010 € |
Für Batteriespeicher nennt dieselbe Auswertung mittlere Preise von 510 €/kWh (4–6 kWh) bis 360 €/kWh (>12–16 kWh). Innerhalb jeder Größenklasse streuen die Preise stark – vergleichen Sie deshalb mehrere Angebote. Tagesaktuelle Preise einzelner Sets zeigen wir in den Angebotslisten, nicht im Text. Hintergründe: Was kostet eine PV-Anlage? und Was kostet ein Stromspeicher?
0 % Mehrwertsteuer: Nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit dem 01.01.2023 ein Steuersatz von 0 % für die Lieferung von Solarmodulen, wesentlichen Komponenten und Speichern für Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden. Bei einer Bruttoleistung von höchstens 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Laut BMF-FAQ gilt das auch für die Lieferung ohne Installation. Mehr: Mehrwertsteuer bei Photovoltaik.
Speicher-Effizienz: worauf es beim Komplettsystem ankommt
Ob eine Photovoltaikanlage mit Speicher wirtschaftlich arbeitet, hängt auch von den Umwandlungsverlusten ab. Die HTW Berlin vergleicht dafür jährlich Speichersysteme mit dem System Performance Index (SPI). In der Stromspeicher-Inspektion 2026 (veröffentlicht 05.03.2026) mit 12 Systemen erreichte der Testsieger der 10-kW-Klasse einen SPI von 97 %; laut HTW war dieses System um das 3,5-Fache effizienter als das Schlusslicht. Die Studie wertete zudem die Garantiebedingungen von 20 Herstellern aus – die garantierte Restkapazität lag zwischen 60 und 85 %. Fragen Sie im Angebot daher nach den Garantiebedingungen von Speicher und Wechselrichter und danach, ob das Komplettsystem in solchen Vergleichen untersucht wurde. Eine Auswahl effizienter Systeme zeigen die Stromspeicher-Testsieger.
Einspeisung: aktuelle Regeln und EEG-Entwurf
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch – laut Verbraucherzentrale bei einem Vier-Personen-Haushalt mit 5-kWp-Anlage von etwa 20 bis 30 % auf 50 bis 60 %. Das wird wichtiger, weil sich die Rahmenbedingungen für eingespeisten Strom ändern:
- Geltendes Recht: Nach § 9 Abs. 2 EEG müssen Anlagen unter 25 kW mit Einspeisevergütung bis zum Einbau eines intelligenten Messsystems und erfolgreicher Testung der Steuerbarkeit die Einspeisung am Netzanschlusspunkt auf 60 % der installierten Leistung begrenzen. Ein Speicher kann Mittagsspitzen aufnehmen.
- EEG 2027 (Entwurf): Der Regierungsentwurf (Bundestagsdrucksache 21/7867, Kabinettsbeschluss 29.07.2026) sieht für neue Dachanlagen unter 25 kW vor, dass die feste Vergütung nur noch für Anlagen bis Ende 2028 vorgesehen ist, auf 5,2 ct/kWh sinkt und statt 20 nur noch drei Jahre gezahlt wird; danach ist eine Pflicht zur Direktvermarktung vorgesehen. Der Bundestag hat den Entwurf am 24.09.2026 in erster Lesung beraten und an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen; die öffentliche Anhörung ist für den 05.10.2026 angesetzt. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen: Es folgen 2./3. Lesung im Bundestag, Befassung im Bundesrat und erst dann das Inkrafttreten (Stand: 02.10.2026).
Mehr dazu im Ratgeber Einspeisevergütung und unter Lohnt sich ein Speicher?.
Solaranlagen-Set selbst kaufen oder mit Montage?
Ein Solaranlage-Komplettset zum Selbstkauf kann Kosten sparen, wenn Sie handwerklich erfahren sind. Arbeiten an der elektrischen Anlage, also auch den Anschluss, darf aber außer dem Netzbetreiber nur ein Installationsunternehmen ausführen, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 Abs. 2 NAV). Klären Sie deshalb vor dem Kauf, welcher Elektrobetrieb Anschluss, Inbetriebnahme und Anmeldung übernimmt – manche Betriebe montieren keine fremd gekauften Komponenten. Mehr dazu: PV-Anlage selbst installieren. Wer Montage, Gewährleistung und Anmeldung lieber aus einer Hand möchte, vergleicht Angebote mit Installation. Komplettsysteme bestimmter Hersteller finden Sie unter Fronius, Huawei, Sungrow, Enphase und Aiko.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PV-Komplettset und Komplettanlage mit Montage?
Ein PV-Komplettset enthält die Hardware – meist Module, Wechselrichter, gegebenenfalls Speicher und Unterkonstruktion. Bei einer Komplettanlage mit Montage übernimmt ein Fachbetrieb zusätzlich Installation, Gerüst, Inbetriebnahme, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister sowie die Dokumentation. Den Netzanschluss darf nach § 13 Abs. 2 NAV nur ein eingetragenes Installationsunternehmen oder der Netzbetreiber ausführen.
Wie groß sollte der Speicher einer Photovoltaikanlage sein?
Die Verbraucherzentrale NRW nennt als grobe Orientierung 1 kWh Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Die Kapazität in kWh sollte nicht deutlich größer sein als die PV-Leistung in kWp, es sei denn, der Verbrauch steigt absehbar oder Sie benötigen Notstromfunktionen.
Zahle ich Mehrwertsteuer auf eine Solaranlage mit Speicher?
In der Regel nicht. Nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit dem 01.01.2023 ein Steuersatz von 0 % für Module, wesentliche Komponenten und Speicher, wenn die Anlage auf oder nahe einem Wohngebäude installiert wird. Bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt.
Gibt es für neue Anlagen noch eine Einspeisevergütung?
Nach geltendem Recht ja. Der Regierungsentwurf zum EEG 2027 sieht für neue Anlagen unter 25 kW aber eine deutlich niedrigere und auf drei Jahre verkürzte Vergütung bis Ende 2028 und danach eine Pflicht zur Direktvermarktung vor. Der Entwurf ist noch nicht beschlossen; nach der ersten Lesung am 24.09.2026 berät der Ausschuss für Wirtschaft und Energie (Stand: 02.10.2026).
Wie viel Dachfläche brauche ich für eine Photovoltaik-Komplettanlage?
Laut Verbraucherzentrale benötigen Sie pro kWp etwa 5 bis 7 m² Dachfläche. Für eine 10-kWp-Anlage sind das grob 50 bis 70 m², abhängig von Modulgröße, Dachform und Abständen.
Lohnt sich ein Speicher mit dynamischem Stromtarif zum Laden aus dem Netz?
Nicht automatisch. Die HTW Berlin kommt in der Stromspeicher-Inspektion 2026 zu dem Ergebnis, dass die Preisdifferenz zwischen Lade- und Entladezeitraum häufig nicht groß genug ist, um die Verluste des Batteriesystems auszugleichen. Je effizienter das System, desto eher kann sich das lohnen.
Quellen
- Was kostet eine Photovoltaikanlage? – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Checkliste – Vergleich von Photovoltaik-Angeboten – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Neue Testsieger der Stromspeicher-Inspektion 2026 – HTW Berlin, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 12 Umsatzsteuergesetz – Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- FAQ Nullsteuersatz für Umsätze im Zusammenhang mit bestimmten Photovoltaikanlagen – Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 9 EEG 2023 – Technische Vorgaben – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Erste Lesung zum EEG-Entwurf (Textarchiv KW 39/2026) – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Anhörung zu Vorlagen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2027) – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Kabinett beschließt EEG 2027 – enerix, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 13 Niederspannungsanschlussverordnung – Elektrische Anlage – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026