5 kWp PV-Anlage (mit Speicher)
Eine 5 kWp PV-Anlage ist die klassische Einstiegsgröße für Einfamilienhäuser mit kleinerer Dachfläche oder moderatem Stromverbrauch – auf Wunsch mit Batteriespeicher. Auf dieser Seite vergleichen wir Komplettsets und Angebote rund um 5 kWp aus verschiedenen Shops und Fachbetrieben; wir verkaufen selbst nichts. Darunter erklären wir, was eine Solaranlage mit 5 kWp erzeugt, welcher Speicher passt, wie Sie die Kosten einordnen, warum eine Anlage mit 4.000 Watt kein Balkonkraftwerk ist und welche Regeln unterhalb von 7 kW gelten. Alle Anlagengrößen finden Sie in der Übersicht Komplettanlagen.
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Solaranlage 5 kWp: Ertrag und Dachfläche
Die Verbraucherzentrale rechnet mit einem spezifischen Jahresertrag von 900 kWh pro kWp. Eine Solaranlage mit 5 kWp erzeugt damit rechnerisch rund 4.500 kWh im Jahr – abhängig von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Eine standortgenaue Schätzung liefert der PV-Rechner.
Dachfläche: Pro kWp sind laut Verbraucherzentrale etwa 5 bis 7 m² nötig, für 5 kWp also grob 25 bis 35 m². Bei Modulen um 500 W sind das etwa 10 Module (siehe 500-Watt-Module).
Wechselrichter: Die Checkliste der Verbraucherzentrale NRW nennt als Faustregel eine Nennleistung von etwa 90 bis 110 % der Modulleistung, bei 5 kWp also rund 4,5 bis 5,5 kW. Passende Geräte finden Sie unter Wechselrichter 5 kW; soll ein Speicher direkt angeschlossen werden, ist ein Hybridwechselrichter üblich, etwa aus der Serie Huawei SUN2000-KTL-M1 oder Fronius Symo GEN24 Plus.
Speicher zur 5-kWp-Anlage
Laut Verbraucherzentrale nutzt ein typischer Vier-Personen-Haushalt mit einer 5-kWp-Anlage ohne Speicher etwa 20 bis 30 % des Solarstroms selbst; mit Batteriespeicher sind 50 bis 60 % möglich. Die Verbraucherzentrale NRW nennt als Orientierung 1 kWh Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, wobei die Kapazität nicht deutlich über der PV-Leistung liegen sollte – bei 5 kWp also nicht wesentlich über 5 kWh.
| Jahresverbrauch | Speicher nach Faustregel |
|---|---|
| 3.000 kWh | ca. 3 kWh |
| 4.000 kWh | ca. 4 kWh |
| 5.000 kWh | ca. 5 kWh |
Geräte in dieser Größe vergleichen Sie unter Stromspeicher 5 kWh, modulare Systeme etwa beim Huawei LUNA2000-S0 oder der BYD Battery-Box Premium HVS. Ob sich ein Speicher für Sie rechnet, zeigt der Speicher-Rechner.
Kosten einer 5-kWp-Anlage einordnen
Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Angebote für PV-Anlagen und 70 Angebote für Batteriespeicher aus der Energieberatung ausgewertet (Januar 2025 bis August 2026, Stand: 28.08.2026). Die durchschnittlichen, gerundeten Preise:
| Komponente | Größenklasse | Durchschnittspreis |
|---|---|---|
| PV-Anlage ohne Speicher | 4 bis 6 kWp | 2.090 € je kWp |
| PV-Anlage ohne Speicher | über 9 bis 10 kWp | 1.410 € je kWp |
| Batteriespeicher | 4 bis 6 kWh | 510 € je kWh |
Rechnerisch ergibt das für 5 kWp rund 10.450 € ohne Speicher und mit 5 kWh Speicher (rund 2.550 €) etwa 13.000 € als Mittelwert. Der Preis je kWp sinkt laut Verbraucherzentrale mit der Anlagengröße, weil Installationskosten weniger ins Gewicht fallen. Wenn Ihr Dach mehr hergibt, lohnt deshalb ein Vergleich mit 6 kWp mit Speicher oder 8 kWp mit Speicher.
Tagesaktuelle Set-Preise zeigen wir in der Angebotsliste, nicht im Text. Bis zu drei Angebote von Fachbetrieben mit Montage erhalten Sie über unsere Angebotsanfrage; allgemeine Kostenfaktoren erklärt der Ratgeber Was kostet eine PV-Anlage?.
0 % Mehrwertsteuer: Nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit dem 01.01.2023 ein Steuersatz von 0 % für Lieferung und Installation von Solarmodulen, wesentlichen Komponenten und Speichern auf oder in der Nähe von Wohngebäuden; bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Mehr: Mehrwertsteuer bei Photovoltaik.
Solaranlage 4000 Watt und kleiner: Abgrenzung zu Steckersolar
Auch kleine Dachanlagen mit 2,5 bis 4 kWp sind keine Balkonkraftwerke. Seit dem Solarpaket I (Mai 2024) gelten für Steckersolargeräte laut Bundesnetzagentur zwei Grenzen: höchstens 800 VA Wechselrichterleistung und höchstens 2.000 W Modulleistung, jeweils in Summe; sie werden vereinfacht im Marktstammdatenregister registriert. Wird eine dieser Grenzen überschritten, handelt es sich um eine reguläre PV-Anlage: Sie wird beim Netzbetreiber angemeldet und fest angeschlossen – nicht per Stecker. Arbeiten an der Hausinstallation hinter dem Netzanschluss darf außer dem Netzbetreiber nur ein Installationsunternehmen ausführen, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 Abs. 2 NAV). Eine Solaranlage mit 4.000 Watt Modulleistung gehört also immer in diese Kategorie. Was bei Steckersolar mit viel Modulleistung erlaubt ist, erklärt die Seite Balkonkraftwerk mit 4000 Watt; alle Steckersolar-Geräte finden Sie unter Balkonkraftwerke.
Photovoltaik 2,5 kWp mit Speicher: Eine solche Anlage erzeugt rechnerisch rund 2.250 kWh im Jahr. Nach der Faustregel der Verbraucherzentrale NRW sollte der Speicher dann nicht deutlich über 2,5 kWh liegen. Für Anlagen unter 4 kWp weist die Angebotsauswertung keine eigene Preisklasse aus; da der Preis je kWp mit sinkender Größe steigt, prüfen Sie Angebote hier besonders genau.
Vergütung, Messung und EEG 2027
- Einspeisevergütung: Laut Verbraucherzentrale erhalten Anlagen bis 10 kWp bei Inbetriebnahme seit dem 01.08.2026 7,70 ct/kWh für eingespeisten Überschuss, bei Volleinspeisung bis zu 12,22 ct/kWh.
- Messsystem: Eine Pflicht zum Einbau eines intelligenten Messsystems mit Steuerungseinrichtung besteht für Anlagenbetreiber erst ab mehr als 7 kW (§ 29 Abs. 1 MsbG). Bei 5 kWp ist der Einbau optional; dann dürfen höchstens 60 € brutto pro Jahr berechnet werden, davon 30 € dem Anschlussnutzer (§ 30 Abs. 3 MsbG). Mehr unter Smart-Meter-Pflicht.
- 60-%-Begrenzung: Anlagen unter 25 kW mit Einspeisevergütung müssen die Einspeisung auf 60 % der installierten Leistung begrenzen, bis ein intelligentes Messsystem mit Steuerungseinrichtung eingebaut und erfolgreich getestet ist (§ 9 Abs. 2 EEG) – bei 5 kWp also auf 3 kW. Ein Speicher hilft, Mittagsspitzen selbst zu nutzen.
EEG 2027: Das Bundeskabinett hat am 29.07.2026 den Entwurf eines neuen EEG beschlossen (Drucksache 21/7867). Für neue Anlagen unter 25 kW sieht er laut Bundestag eine feste Vergütung von 5,2 ct/kWh nur noch für drei Jahre bis Ende 2028 und danach eine verpflichtende Direktvermarktung vor. Nach der ersten Lesung im Bundestag am 24.09.2026 und der Stellungnahme des Bundesrats am 25.09.2026 hat die Bundesregierung ihre Gegenäußerung vorgelegt; die Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie folgt am 05.10.2026. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen – es fehlen 2./3. Lesung, der zweite Durchgang im Bundesrat und das Inkrafttreten (Stand: 02.10.2026). Mehr im Ratgeber Einspeisevergütung und im Beitrag EEG 2027: was sich ändert.
Häufige Fragen
Wie viel Strom erzeugt eine Solaranlage mit 5 kWp?
Mit dem von der Verbraucherzentrale verwendeten spezifischen Ertrag von 900 kWh pro kWp sind es rechnerisch rund 4.500 kWh pro Jahr. Der tatsächliche Ertrag hängt von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab.
Was kostet eine 5 kWp PV-Anlage mit Speicher?
Laut Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale NRW (Stand: 28.08.2026) kosten Anlagen mit 4 bis 6 kWp im Schnitt 2.090 € je kWp, also rund 10.450 € für 5 kWp. Speicher mit 4 bis 6 kWh kosten im Schnitt 510 € je kWh, bei 5 kWh rund 2.550 €. Zusammen sind das etwa 13.000 €; Einzelangebote weichen teils deutlich ab.
Ist eine Solaranlage mit 4000 Watt ein Balkonkraftwerk?
Nein. Steckersolargeräte sind laut Bundesnetzagentur auf 800 VA Wechselrichterleistung und 2.000 W Modulleistung begrenzt. Eine Anlage mit 4.000 Watt Modulleistung ist eine reguläre PV-Anlage, die beim Netzbetreiber angemeldet und von einem eingetragenen Elektro-Fachbetrieb angeschlossen werden muss.
Wie groß sollte der Speicher bei 5 kWp sein?
Die Verbraucherzentrale NRW nennt als Faustregel 1 kWh Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Die Kapazität sollte nicht deutlich über der PV-Leistung liegen, bei 5 kWp also in der Regel nicht wesentlich über 5 kWh.
Brauche ich bei 5 kWp ein Smart Meter?
Eine Einbaupflicht für ein intelligentes Messsystem mit Steuerungseinrichtung besteht für PV-Anlagen erst ab mehr als 7 kW (§ 29 MsbG). Bei 5 kWp kann der Messstellenbetreiber es optional einbauen; die Kosten sind dann auf 60 € brutto pro Jahr gedeckelt, davon 30 € für Sie. Liegt Ihr Jahresverbrauch über 6.000 kWh, besteht die Pflicht unabhängig von der PV-Anlage.
Quellen
- Was kostet eine Photovoltaikanlage? – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Checkliste – Vergleich von Photovoltaik-Angeboten – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Balkon-Solaranlagen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 13 Niederspannungsanschlussverordnung – Elektrische Anlage – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 04. Oktober 2026
- § 9 EEG 2023 – Technische Vorgaben – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 29 Messstellenbetriebsgesetz – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 30 Messstellenbetriebsgesetz – Preisobergrenzen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 12 Umsatzsteuergesetz – Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes geplant (Textarchiv KW 39/2026) – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Kabinett beschließt Entwürfe zu EEG 2027 und Netzpaket – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- EEG-Novelle: Bundesrat stimmt über umfangreiche Ausschussempfehlungen ab – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Bundesregierung weist Bundesrats-Kritik an geplanter EEG-Novelle zurück – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Anhörung zu Vorlagen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026