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PV-Rechner: Ertrag, Eigenverbrauch & Amortisation

Mit unserem Photovoltaik Rechner schätzen Sie in wenigen Schritten ab, wie viel Strom eine Dachanlage erzeugt, wie viel davon Sie selbst verbrauchen und nach wie vielen Jahren sich die Investition rechnerisch bezahlt macht. Sie geben Anlagengröße, Jahresverbrauch, Anschaffungskosten und Ihren Strompreis ein; der Rechner ist mit belegten Standardwerten vorbelegt (Stand: 02.10.2026), die Sie jederzeit überschreiben können. Das Ergebnis ersetzt kein individuelles Angebot. Weitere Vergleiche finden Sie auf der Startseite.

Ertragsdaten: PVGIS (EU JRC), typisches Jahr, 14 % Systemverluste. Verbrauch: vereinfachtes Haushaltsprofil bzw. konstante Grundlast. Speicher: 90 % Wirkungsgrad, 95 % nutzbar. Strompreissteigerung 2 %/Jahr. Alles Schätzungen – keine Anlagenplanung. Vergütungssatz: Quelle.

PLZ eingeben und „Berechnen“ – der Ertrag wird mit Wetterdaten für Ihren Standort ermittelt.

So funktioniert der PV-Rechner

Der PV-Rechner rechnet in drei Schritten:

  1. Ertrag: Anlagenleistung in kWp × spezifischer Jahresertrag (kWh pro kWp). Als Standard ist ein Wert von 900 kWh/kWp hinterlegt, den die Verbraucherzentrale als Beispielwert für Berechnungen in Deutschland verwendet.
  2. Eigenverbrauch: Wie viel Solarstrom Sie direkt nutzen, hängt vom Verbrauchsprofil ab. Laut Verbraucherzentrale deckt eine typische PV-Anlage rund 30 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs, mit Batteriespeicher sind rund 70 Prozent erreichbar.
  3. Wirtschaftlichkeit: Selbst genutzter Strom spart den Bezugspreis, der Überschuss wird mit der Einspeisevergütung bezahlt. Die Summe beider Posten pro Jahr wird den Anschaffungskosten gegenübergestellt.

PV-Ertrag berechnen: Welche Werte Sie eingeben sollten

Wenn Sie den PV-Ertrag berechnen möchten, ist der spezifische Ertrag die wichtigste Stellschraube. Er hängt von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Die Verbraucherzentrale nennt eine Südausrichtung mit 30 Grad Dachneigung als optimal; Neigungen unter 25 oder über 60 Grad können den Ertrag nach ihren Angaben um bis zu zehn Prozent mindern. Ost- und Westdächer erreichen zwar nicht den Spitzenertrag, verteilen die Erzeugung aber stärker über den Tag. Mehr dazu im Ratgeber zur Ausrichtung und zur Verschattung.

Für einen genaueren Wert für Ihren Standort können Sie das kostenlose Werkzeug PVGIS der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der EU-Kommission nutzen. Es berechnet den Ertrag netzgekoppelter PV-Anlagen anhand von Einstrahlungsdaten; den Wert in kWh/kWp übertragen Sie dann in unseren Rechner.

Eigenverbrauch und Speicher

Eingesparter Netzstrom ist deutlich mehr wert als eingespeister Strom. Wer den Anteil genauer bestimmen will, kann den Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin heranziehen. Er ermittelt Autarkiegrad und Eigenverbrauchsanteil in Abhängigkeit von PV-Leistung und Speicherkapazität. Laut HTW beruht er auf dem Lastprofil eines Einfamilienhauses nach VDI 4655, ohne Wärmepumpe und ohne Elektroauto.

Ob sich ein zusätzlicher Akku rechnet, prüfen Sie mit dem Speicher-Rechner. Passende Geräte finden Sie in der Übersicht Stromspeicher.

Amortisation-PV-Anlage-Rechner: ein Rechenbeispiel

Ein vereinfachtes Beispiel mit den Standardwerten zeigt, wie der Rechner vorgeht (keine Prognose für Ihr Haus):

Annahme Wert
Anlagengröße 6 kWp
Kosten ohne Speicher (Verbraucherzentrale für 4–6 kWp, Stand 28.08.2026) 2.090 €/kWp, also 12.540 €
Jahresertrag (900 kWh/kWp) 5.400 kWh
Jahresverbrauch Haushalt 4.000 kWh
Selbst gedeckt (30 % des Verbrauchs) 1.200 kWh
Eingespeist 4.200 kWh
Ersparnis bei 37,0 ct/kWh 444 € pro Jahr
Einspeisevergütung bei 7,70 ct/kWh rund 323 € pro Jahr

Zusammen ergeben sich rund 767 € pro Jahr. Die einfache Amortisation liegt damit bei etwa 16 Jahren, ohne Betriebskosten, Alterung und Preisänderungen. Größere Anlagen sind pro kWp günstiger: Die Verbraucherzentrale nennt für Anlagen über 16 kWp rund 1.010 €/kWp (jeweils ohne Batteriespeicher). Was eine Anlage kostet, erklärt der Ratgeber Was kostet eine PV-Anlage; ob sich die Investition für Sie lohnt, lesen Sie unter Lohnt sich Photovoltaik?.

Die Standardwerte und ihre Quellen

  • Strompreis 37,0 ct/kWh: durchschnittlicher Haushaltsstrompreis laut BDEW-Strompreisanalyse (Stand 21.08.2026).
  • Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh: Satz der Bundesnetzagentur für Teileinspeisung bis 10 kW bei Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026; für den Anteil zwischen 10 und 40 kW gelten 6,66 ct/kWh. Details im Ratgeber Einspeisevergütung.
  • Wichtig für Anlagen ab 2027: Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 den Entwurf des EEG 2027 beschlossen. Danach sollen kleine Dachanlagen keine feste Einspeisevergütung mehr erhalten; vorgesehen ist eine verpflichtende Direktvermarktung für alle Anlagen mit einem einheitlichen Fördersatz von 6,2 ct/kWh. Bei kleinen Anlagen soll die Einspeisung am Netzanschluss zudem auf 50 Prozent der Leistung begrenzt werden. Das ist ein Entwurf, kein geltendes Recht: Die erste Lesung im Bundestag war am 24. September 2026, der Bundesrat hat am 25. September 2026 umfangreiche Änderungen gefordert, unter anderem gegen die Abschaffung der Vergütung für kleine Dachanlagen. Die Bundesregierung hat zentrale Forderungen in ihrer Gegenäußerung zurückgewiesen. Verabschiedung im Bundestag, zweiter Durchgang im Bundesrat und Inkrafttreten stehen aus (Stand: 02.10.2026).

Vom Ergebnis zum Angebot

Fertige Pakete vergleichen Sie unter Komplettanlagen, etwa die 10-kWp-Anlagen. Angebote regionaler Fachbetriebe fragen Sie über Angebote vergleichen an. Für steckerfertige Geräte gibt es den separaten Balkonkraftwerk-Rechner.

Häufige Fragen

Wie genau ist ein Solaranlage-Rechner?

Er liefert eine Größenordnung, keine Garantie. Unsicher sind vor allem der standortabhängige Ertrag pro kWp, Ihr tatsächlicher Eigenverbrauch und die Strompreisentwicklung. Mit einem PVGIS-Standortwert und Ihrem echten Verbrauch wird es belastbarer.

Welchen Ertrag pro kWp sollte ich im PV-Rechner ansetzen?

Als grobe Annahme verwendet die Verbraucherzentrale 900 kWh pro kWp und Jahr. Für ein optimal ausgerichtetes Süddach kann der Wert höher liegen: Die HTW Berlin rechnet für ein 35 Grad geneigtes Süddach in Brandenburg mit 1.024 kWh/kW. Den Wert für Ihre Adresse ermitteln Sie mit dem kostenlosen PVGIS-Tool der EU-Kommission.

Welcher Strompreis ist im Rechner hinterlegt?

Voreingestellt sind 37,0 ct/kWh, der durchschnittliche Haushaltsstrompreis laut BDEW-Strompreisanalyse vom 21. August 2026. Tragen Sie besser Ihren eigenen Arbeitspreis ein.

Gilt die Einspeisevergütung im Rechner auch für Anlagen ab 2027?

Der Standardwert von 7,70 ct/kWh gilt für Teileinspeisung bis 10 kW bei Inbetriebnahme bis 31. Dezember 2026. Nach dem Kabinettsentwurf des EEG 2027 vom 29. Juli 2026 sollen kleine Neuanlagen keine feste Vergütung mehr erhalten. Der Entwurf ist noch nicht beschlossen (Stand: 02.10.2026). Rechnen Sie für Anlagen ab 2027 daher vorsichtshalber mit einem niedrigeren Einspeisewert.

Quellen

  1. Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. Was kostet eine Photovoltaikanlage? – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. BDEW-Strompreisanalyse – BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. EEG-Förderung und -Fördersätze – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. PVGIS – Photovoltaic Geographical Information System – Europäische Kommission, Joint Research Centre, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. Unabhängigkeitsrechner – HTW Berlin, abgerufen am 02. Oktober 2026
  7. FAQ zum Unabhängigkeitsrechner – HTW Berlin, abgerufen am 02. Oktober 2026
  8. Kabinett beschließt Entwürfe zu EEG 2027 und Netzpaket – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
  9. EEG-Novelle: Bundesrat fordert umfangreiche Änderungen – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
  10. Bundesregierung weist Bundesrats-Kritik an geplanter EEG-Novelle zurück – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026