Wechselrichter 5 kW
Ein Wechselrichter 5 kW passt zu kleineren Photovoltaikanlagen mit rund 4,5 bis 5,5 kWp Modulleistung, wie sie auf Reihenhäusern, Garagen oder kleinen Einfamilienhaus-Dächern üblich sind. Viele Geräte dieser Klasse speisen dreiphasig ein und lassen sich sofort oder später mit einem Batteriespeicher kombinieren. Hier vergleichen Sie 5-kW-Geräte nach Datenblattwerten wie maximaler PV-Leistung, MPP-Trackern, Wirkungsgrad und Batterieanschluss; die tagesaktuellen Shop-Angebote zeigt die Preisvergleichstabelle. Wir verkaufen selbst keine Wechselrichter. Darunter erklären wir, wie Sie das Gerät zur Modulleistung passend auslegen und welche Regeln für Einspeisung und Mehrwertsteuer gelten (Stand: 02.10.2026). Alle Leistungsklassen und Bauarten finden Sie im Wechselrichter-Vergleich.
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Für welche Anlagengröße passt ein 5-kW-Gerät?
Die Angabe „5 kW“ bezeichnet die AC-Nennleistung, also die Leistung, die das Gerät dauerhaft ins Hausnetz abgibt. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt in ihrer Photovoltaik-Checkliste eine Wechselrichter-Nennleistung von etwa 90 bis 110 % der Modulleistung. Für ein 5-kW-Gerät sind das grob 4,5 bis 5,5 kWp.
Die Hersteller lassen deutlich mehr Modulleistung zu: Fronius nennt für den Symo GEN24 5.0 Plus maximal 7,5 kWp, Sungrow für den SH5.0RT-20 bis 7.500 W und Growatt für den MOD 5000TL3-XH bis 10.000 W empfohlene PV-Leistung. Eine Überbelegung kann bei Ost-West-Dächern sinnvoll sein; an Spitzentagen regelt der Wechselrichter dann ab. Wie stark, sollte Ihr Installateur per Ertragssimulation prüfen.
Planen Sie schon jetzt eine Erweiterung, kann direkt die Klasse Wechselrichter 10 kW sinnvoll sein. Für sehr kleine Anlagen mit wenigen Modulen oder starker Teilverschattung sind Mikrowechselrichter eine Alternative.
Vier 5-kW-Geräte im Datenblattvergleich
Die Tabelle zeigt Herstellerangaben. Sie dient der Orientierung bei den Kennwerten und ist keine Rangfolge.
| Kennwert | Fronius Symo GEN24 5.0 Plus | Sungrow SH5.0RT-20 | Growatt MOD 5000TL3-XH | Kostal Plenticore G3 S (5,5 kW) |
|---|---|---|---|---|
| AC-Nennleistung | 5.000 W | 5.000 W | 5.000 W | 5,5 kW |
| Max. PV-Leistung | 7,5 kWp | 7.500 W (empfohlen) | 10.000 W (empfohlen) | 8,25 kWp |
| MPP-Tracker | 2 (je 12,5 A) | 2 (je 13,5 A) | 2 (je 16 A) | 3 (einer wahlweise für Batterie) |
| MPP-Spannungsbereich | 210–800 V | 150–950 V | 140–1.000 V | 110–800 V bei Nennleistung |
| Batterieeingang | 160–700 V | 150–600 V | 600–950 V (APX HV) | optional freischaltbar |
| Max. / EU-Wirkungsgrad | 98,2 % / 97,5 % | 98 % / 97,2 % | 98,3 % / 97,5 % | 98,03 % / 97,20 % (S-Serie) |
| Schutzart, Gewicht | IP66, 15,61 kg | IP65, 27 kg | IP66, 12,5 kg | IP65, 21,8 kg |
Alle vier speisen dreiphasig ein. Beim Kostal ist die Basisleistung 4,0 kW; die Stufe 5,5 kW und der Batterieeingang sind kostenpflichtige Freischaltungen. Growatt nennt im Datenblatt 10 Jahre Garantie. Weitere Details finden Sie auf den Produktseiten Fronius Symo GEN24 Plus, Sungrow SH-RT, Growatt MOD TL3-XH und Kostal Plenticore Plus G3. Eine nach Kriterien sortierte Übersicht über alle Leistungsklassen bietet die Wechselrichter-Bestenliste.
Wechselrichter 5 kW mit Speicher: worauf achten?
Soll ein Batteriespeicher direkt auf der Gleichstromseite angeschlossen werden, brauchen Sie ein Gerät mit Batterieeingang. Wie das Prinzip funktioniert, erklärt die Seite Hybrid-Wechselrichter. Laut Verbraucherzentrale NRW werden bei neuen Anlagen verstärkt DC-gekoppelte Systeme installiert, während sich AC-gekoppelte Speicher leichter nachrüsten lassen.
Vergleichen Sie bei einem Wechselrichter 5 kW mit Speicher vor allem:
- Kompatible Batterien: Growatt nennt für den MOD-XH das APX-HV-System mit 5 bis 30 kWh. Prüfen Sie bei allen Herstellern die Kompatibilitätsliste, bevor Sie einen Speicher kaufen.
- Lade- und Entladeleistung: Der Sungrow SH5.0RT-20 lädt laut Datenblatt mit bis zu 7.500 W und entlädt mit bis zu 6.000 W, der Growatt MOD 5000TL3-XH entlädt mit bis zu 5.500 W.
- Notstrom: Die Funktionen unterscheiden sich stark. Fronius nennt für den GEN24 5.0 Plus die Funktion PV Point mit 3.000 VA, Sungrow einen Backup-Ausgang mit 5.000 W; bei Growatt ist Backup nur mit einer speziellen Version und Zusatzeinheit möglich.
- Speichergröße: Als grobe Orientierung nennt die Verbraucherzentrale NRW 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Passende Geräte finden Sie unter Stromspeicher 5 kWh, ob sich der Speicher rechnet, erklärt der Ratgeber Lohnt sich ein Speicher?.
Wer Module, Wechselrichter und Speicher aus einer Hand möchte, vergleicht Komplettanlagen mit 5 kWp oder fordert über Angebote Installateursangebote an.
Einspeisung: 60-Prozent-Regel und Vergütung
Nach § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EEG müssen Anlagen unter 25 kW mit Einspeisevergütung die Einspeisung am Netzverknüpfungspunkt auf 60 % der installierten Leistung begrenzen, bis ein intelligentes Messsystem mit Steuerungseinrichtung eingebaut und erfolgreich getestet ist. Bei 5 kWp sind das 3 kW. Selbst verbrauchter oder in den Speicher geladener Strom zählt nicht zur Einspeisung. Mehr dazu im Ratgeber Smart-Meter-Pflicht.
Für Anlagen auf Gebäuden mit Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 nennt die Bundesnetzagentur bis 10 kW 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung.
EEG 2027 (Entwurf): Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 einen Entwurf zur EEG-Novelle beschlossen (Bundestagsdrucksache 21/7867). Für neue Photovoltaikanlagen unter 25 kW sind laut Bundestag feste Vergütungen nur noch bis Ende 2028 vorgesehen, und zwar drei statt bisher 20 Jahre lang und mit 5,2 ct/kWh. Der Bundestag hat den Entwurf am 24. September 2026 in erster Lesung beraten und an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen; der Bundesrat hat am 25. September 2026 im ersten Durchgang eine kritische Stellungnahme beschlossen (Drucksache 21/8298). Beschlossen ist das Gesetz nicht: Es fehlen die 2./3. Lesung im Bundestag, der zweite Durchgang im Bundesrat und das Inkrafttreten (Stand: 02.10.2026). Den aktuellen Stand verfolgen wir im Ratgeber Einspeisevergütung.
Mehrwertsteuer: 0 % auf Wechselrichter
Seit dem 1. Januar 2023 gilt nach § 12 Abs. 3 UStG ein Steuersatz von 0 % für Solarmodule, Speicher und wesentliche Komponenten von Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden. Das BMF-Schreiben vom 27.02.2023 nennt Wechselrichter ausdrücklich als wesentliche Komponente; bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Das gilt auch für die nachträgliche Lieferung einzelner Komponenten, etwa wenn Sie einen defekten Wechselrichter ersetzen. Details im Ratgeber Mehrwertsteuer bei Photovoltaik.
Häufige Fragen
Wie viel kWp passt an einen 5-kW-Wechselrichter?
Nach der Faustregel der Verbraucherzentrale NRW (Nennleistung 90 bis 110 % der Modulleistung) etwa 4,5 bis 5,5 kWp. Die Hersteller erlauben mehr: Fronius nennt für den Symo GEN24 5.0 Plus bis 7,5 kWp, Sungrow für den SH5.0RT-20 bis 7.500 W und Growatt für den MOD 5000TL3-XH bis 10.000 W empfohlene PV-Leistung. Die genaue Auslegung berechnet der Installateur.
Kann ich an einen 5-kW-Wechselrichter später einen Speicher anschließen?
Ja, wenn das Gerät einen Batterieeingang hat, etwa der Fronius Symo GEN24 5.0 Plus, der Sungrow SH5.0RT-20 oder der Growatt MOD 5000TL3-XH. Beim Kostal Plenticore G3 lässt sich der Batterieeingang kostenpflichtig freischalten. Ohne Batterieeingang bleibt ein AC-gekoppelter Speicher mit eigenem Wechselrichter, der sich laut Verbraucherzentrale NRW leichter nachrüsten lässt.
Wie groß sollte der Speicher zu einer 5-kWp-Anlage sein?
Die Verbraucherzentrale NRW nennt als grobe Orientierung 1 kWh nutzbare Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch; die Auslegung soll sich zudem an der Modulleistung orientieren. Prüfen Sie außerdem, welche Batterien der Hersteller Ihres Wechselrichters freigegeben hat.
Muss ich bei 5 kWp die Einspeisung auf 60 % begrenzen?
Ja, wenn die Anlage eine Einspeisevergütung erhält: Anlagen unter 25 kW müssen nach § 9 Abs. 2 EEG die Einspeisung am Netzverknüpfungspunkt auf 60 % der installierten Leistung begrenzen, bis ein intelligentes Messsystem mit Steuerungseinrichtung eingebaut und getestet ist. Bei 5 kWp sind das 3 kW. Eigenverbrauch und Speicherladung zählen nicht mit.
Quellen
- Checkliste Photovoltaik – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Fronius Symo GEN24 5.0 Plus – Technische Daten – Fronius International, abgerufen am 02. Oktober 2026
- SH5.0/6.0/8.0/10RT-20 Datenblatt – Sungrow Power Supply, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Datenblatt MOD 3~10KTL3-XH(BP) – Growatt, abgerufen am 02. Oktober 2026
- PLENTICORE G3 4.0–20 kW – Datenblatt – KOSTAL Solar Electric, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 9 EEG 2023 Technische Vorgaben – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- EEG-Förderung und -Fördersätze – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Erste Lesung zur EEG-Novelle – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
- BMF-Schreiben vom 27.02.2023: Nullsteuersatz für Umsätze im Zusammenhang mit bestimmten Photovoltaikanlagen – Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 12 UStG Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Drucksache 21/8298: Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung (zu Drucksache 21/7867) – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026