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20 kWp PV-Anlage mit Speicher

Eine 20 kWp PV-Anlage richtet sich an Häuser mit großer Dachfläche und hohem Strombedarf, etwa mit Wärmepumpe, E-Auto oder mehreren Wohneinheiten. Auf dieser Seite vergleichen wir Komplettsets und Angebote rund um 20 kWp aus verschiedenen Shops und von Fachbetrieben; wir verkaufen selbst nichts. Darunter finden Sie Richtwerte zu Ertrag, Dachfläche, Speicher und Kosten sowie die Regeln zwischen 15 und 25 kW. Alle Größen finden Sie in der Übersicht Komplettanlagen.

Preis (€)
Leistung (kWp)

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Ertrag und Dachfläche: 17, 20 und 25 kWp im Vergleich

Die Verbraucherzentrale rechnet mit einem spezifischen Jahresertrag von 900 kWh pro kWp und einem Flächenbedarf von etwa 5 bis 7 m² pro kWp. Daraus ergeben sich rechnerisch folgende Richtwerte:

Anlagengröße Ertrag pro Jahr (rechnerisch) Dachfläche (grob)
17 kWp ca. 15.300 kWh 85 bis 119 m²
20 kWp ca. 18.000 kWh 100 bis 140 m²
25 kWp ca. 22.500 kWh 125 bis 175 m²

Der tatsächliche Ertrag hängt vom Standort ab; eine Schätzung für Ihr Dach liefert der PV-Rechner. Eine 17 kWp PV-Anlage kommt infrage, wenn die Dachfläche für 20 kWp nicht ganz reicht. Eine 25 kWp PV-Anlage liegt bereits an der Grenze, ab der zusätzliche technische Pflichten greifen (siehe unten).

Technik: Die Checkliste der Verbraucherzentrale NRW nennt als Orientierung für die Wechselrichter-Nennleistung etwa 90 bis 110 % der Modulleistung, bei 20 kWp also rund 18 bis 22 kW. Passende Geräte zeigt die Seite Wechselrichter 20 kW; für den direkten Speicheranschluss ist ein Hybridwechselrichter üblich, etwa aus den Serien Fronius Symo GEN24 Plus oder Sungrow SH-RT.

Photovoltaik-Komplettanlage 20 kWp mit Speicher: die passende Batteriegröße

Für die Photovoltaik-Komplettanlage 20 kWp mit Speicher gibt die Verbraucherzentrale NRW eine einfache Faustregel: etwa 1 kWh Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Die Kapazität in kWh sollte zudem nicht deutlich über der PV-Leistung in kWp liegen, bei 20 kWp also nicht wesentlich über 20 kWh. Größere Speicher sind laut Checkliste nur bei absehbar steigendem Verbrauch oder für Sonderfunktionen wie Notstrom sinnvoll.

Ein Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto und 15.000 kWh Verbrauch käme nach dieser Regel auf etwa 15 kWh. Geräte dieser Klasse finden Sie unter Stromspeicher 20 kWh, etwa die modular erweiterbare BYD Battery-Box Premium HVS. Ob sich die Batterie für Sie rechnet, zeigt der Speicher-Rechner.

Kosten einordnen: Durchschnittspreise je kWp und kWh

Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Angebote für PV-Anlagen und 70 Angebote für Batteriespeicher aus ihrer Energieberatung ausgewertet (Januar 2025 bis August 2026). Für die größte ausgewiesene Klasse nennt sie:

Komponente Größenklasse Durchschnittspreis
PV-Anlage ohne Speicher über 16 kWp 1.010 € je kWp
Batteriespeicher über 12 bis 16 kWh 360 € je kWh

Rechnerisch ergeben sich daraus rund 17.200 € für 17 kWp, 20.200 € für 20 kWp und 25.300 € für 25 kWp ohne Speicher. Ein 15-kWh-Speicher kostet nach dem Durchschnittswert etwa 5.400 €, zusammen mit 20 kWp also rund 25.600 €. Für Speicher über 16 kWh weist die Auswertung keinen eigenen Wert aus. Nicht enthalten sind laut Verbraucherzentrale Notstromlösungen und individuelle Arbeiten wie eine Erneuerung der Hauselektrik. Einzelangebote streuen stark; tagesaktuelle Set-Preise zeigen wir in der Angebotsliste, nicht im Text. Bis zu drei Angebote von Fachbetrieben mit Montage erhalten Sie über unsere Angebotsanfrage; allgemeine Kostenfaktoren erklärt der Ratgeber Was kostet eine PV-Anlage?.

Steuern: Nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit dem 01.01.2023 ein Steuersatz von 0 % für Lieferung und Installation von Solarmodulen, wesentlichen Komponenten und Speichern auf oder nahe Wohngebäuden; bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Einnahmen aus Gebäudeanlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit (höchstens 100 kWp pro Steuerpflichtigem) sind nach § 3 Nr. 72 EStG einkommensteuerfrei. Mehr: Mehrwertsteuer bei Photovoltaik und PV-Steuer.

Vergütung, Messsystem und Pflichten zwischen 15 und 25 kW

  • Einspeisevergütung: § 48 Abs. 2 EEG staffelt die Vergütung für Dachanlagen nach Leistungsanteilen. Bei Inbetriebnahme seit dem 01.08.2026 gibt es laut Verbraucherzentrale für eingespeisten Überschuss 7,70 ct/kWh für den Anteil bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für den Anteil zwischen 10 und 40 kWp. Rechnerisch ergibt das einen Mischsatz von rund 7,27 ct/kWh bei 17 kWp, 7,18 ct/kWh bei 20 kWp und 7,08 ct/kWh bei 25 kWp.
  • Intelligentes Messsystem: Bei Anlagen über 7 kW sieht § 29 MsbG im Rahmen des gesetzlichen Rollouts die Ausstattung mit intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung vor. Für Anlagen über 15 bis einschließlich 25 kW dürfen höchstens 190 € brutto pro Jahr berechnet werden, davon höchstens 110 € dem Anschlussnutzer; für die Steuerungseinrichtung können jeweils bis zu 50 € hinzukommen (§ 30 MsbG). Mehr unter Smart-Meter-Pflicht.
  • Einspeisebegrenzung: Bis Messsystem und Steuerungseinrichtung eingebaut und erfolgreich getestet sind, müssen Anlagen unter 25 kW mit Einspeisevergütung die Einspeisung am Netzverknüpfungspunkt auf 60 % der installierten Leistung begrenzen, bei 20 kWp also auf 12 kW. Ab 25 kW verlangt § 9 Abs. 2 EEG zusätzlich eine technische Einrichtung, mit der der Netzbetreiber die Einspeiseleistung ferngesteuert reduzieren kann; mit Einspeisevergütung gilt auch hier die 60-%-Grenze.

EEG 2027: Entwurf und Stand des Verfahrens

Das Bundeskabinett hat am 29.07.2026 den Entwurf für ein neues EEG beschlossen (Bundestagsdrucksache 21/7867). Für neue Photovoltaikanlagen unter 25 kW sieht er laut Bundestag vor, dass feste Vergütungen nur noch bis Ende 2028 gezahlt werden – mit 5,2 ct/kWh und für drei statt 20 Jahre; danach soll eine verpflichtende Direktvermarktung gelten. Zudem soll die Einspeisung kleiner Anlagen am Netzanschluss laut pv magazine auf 50 % begrenzt werden.

Stand des Verfahrens: Der Bundestag hat den Entwurf am 24.09.2026 in erster Lesung beraten und an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen. Der Bundesrat hat am 25.09.2026 Stellung genommen und unter anderem die Streichung der dauerhaften 50-%-Begrenzung für Dachanlagen unter 100 kW gefordert; die Bundesregierung hat die Kritik der Länder in ihrer Gegenäußerung zurückgewiesen. Die öffentliche Anhörung im Ausschuss ist für den 05.10.2026 angesetzt. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen: Es folgen 2./3. Lesung im Bundestag, der zweite Durchgang im Bundesrat und erst danach das Inkrafttreten (Stand: 02.10.2026). Hintergründe: EEG 2027: was sich ändert.

Andere Größen und Hersteller

Reicht das Dach nicht für 20 kWp, sind 15 kWp oder 12 kWp die nächstkleineren Stufen. Abgestimmte Systeme einzelner Hersteller finden Sie unter Fronius, Huawei und Sungrow; Speicher im Vergleich zeigt die Speicher-Bestenliste.

Häufige Fragen

Was kostet eine 20 kWp PV-Anlage mit Speicher?

Nach der Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale NRW (Januar 2025 bis August 2026) kosten Anlagen über 16 kWp im Schnitt 1.010 € je kWp, rechnerisch also rund 20.200 € für 20 kWp. Ein Speicher über 12 bis 16 kWh kostet im Schnitt 360 € je kWh, bei 15 kWh also rund 5.400 €. Zusammen sind das etwa 25.600 €; Einzelangebote weichen teils deutlich ab.

Wie viel Strom erzeugt eine 20 kWp PV-Anlage?

Mit dem von der Verbraucherzentrale verwendeten spezifischen Ertrag von 900 kWh pro kWp sind es rechnerisch rund 18.000 kWh pro Jahr, bei 17 kWp rund 15.300 kWh und bei 25 kWp rund 22.500 kWh. Der tatsächliche Ertrag hängt von Standort und Ausrichtung ab.

Wie viel Dachfläche braucht eine 20 kWp PV-Anlage?

Laut Verbraucherzentrale sind pro kWp etwa 5 bis 7 m² nötig, für 20 kWp also grob 100 bis 140 m². Eine 17-kWp-Anlage braucht rund 85 bis 119 m², eine 25-kWp-Anlage rund 125 bis 175 m².

Was gilt bei einer 25 kWp PV-Anlage zusätzlich?

Ab 25 kW verlangt § 9 Abs. 2 EEG bis zum Einbau und zur erfolgreichen Testung von intelligentem Messsystem und Steuerungseinrichtung eine technische Einrichtung, mit der der Netzbetreiber die Einspeiseleistung ferngesteuert reduzieren kann; mit Einspeisevergütung gilt zusätzlich die 60-%-Begrenzung. Beim Messstellenbetrieb liegt eine Anlage mit genau 25 kW noch in der Preisklasse bis 190 € pro Jahr (§ 30 MsbG).

Gibt es 2027 noch eine Einspeisevergütung für neue Anlagen?

Das ist offen. Der Regierungsentwurf zum EEG 2027 sieht für neue Anlagen unter 25 kW 5,2 ct/kWh für drei Jahre bis Ende 2028 und danach eine Direktvermarktungspflicht vor. Der Entwurf ist noch nicht beschlossen; nach der ersten Lesung am 24.09.2026 berät der Ausschuss für Wirtschaft und Energie (Stand: 02.10.2026).

Quellen

  1. Was kostet eine Photovoltaikanlage? – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. Checkliste – Vergleich von Photovoltaik-Angeboten – Verbraucherzentrale NRW, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. § 48 EEG 2023 – Solare Strahlungsenergie – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. § 9 EEG 2023 – Technische Vorgaben – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. § 29 Messstellenbetriebsgesetz – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  7. § 30 Messstellenbetriebsgesetz – Preisobergrenzen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  8. § 12 Umsatzsteuergesetz – Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  9. § 3 Einkommensteuergesetz – Steuerfreie Einnahmen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  10. Grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes geplant (Textarchiv KW 39/2026) – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026
  11. Kabinett beschließt Entwürfe zu EEG 2027 und Netzpaket – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
  12. EEG-Novelle: Bundesrat stimmt über umfangreiche Ausschussempfehlungen ab – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
  13. Bundesregierung weist Bundesrats-Kritik an geplanter EEG-Novelle zurück – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
  14. Anhörung zu Vorlagen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz – Deutscher Bundestag, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026