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my-PV: alle Produkte & Preise

Ein my-PV Heizstab verwandelt überschüssigen Solarstrom in warmes Wasser, statt ihn für wenige Cent ins Netz einzuspeisen. Hinter der Marke steht die my-PV GmbH mit Sitz in Neuzeug in Oberösterreich, die sich auf Geräte für Photovoltaik-Wärme spezialisiert hat. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Produktlinien der Hersteller anbietet, wie sich die Geräte für netzgekoppelte Anlagen von den netzautarken DC-Lösungen unterscheiden, wie die Überschussmessung funktioniert und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Wir sind ein unabhängiges Vergleichsportal und verkaufen selbst nichts; aktuelle Händlerpreise sehen Sie in den Angebotslisten der Produktseiten.

Was my PV anbietet

Das Sortiment von my PV (oft auch „mypv“ geschrieben) gliedert sich laut Produktübersicht des Herstellers (abgerufen am 02.10.2026) in drei Gruppen:

  1. PV-Überschuss für Wärme nutzen (AC): Geräte, die am Hausnetz hängen und nur den Strom verwenden, der sonst eingespeist würde.
  2. Netzautarke Wärme (DC): Geräte, die direkt mit den Solarmodulen verbunden werden, ganz ohne Wechselrichter und Netzanschluss für den Solarstrom.
  3. Wärme mit dynamischem Stromtarif: Lösungen für Haushalte ohne eigene PV-Anlage, die in günstigen Börsenstunden heizen.
Gerät Kopplung Regelbereich laut Hersteller Einsatz
AC ELWA 2 AC, netzgekoppelt 0–3,5 kW stufenlos Heizstab mit Steuerung für Warmwasser- und Pufferspeicher
AC•THOR AC, netzgekoppelt 0–3 kW stufenlos + 16-A-Schaltausgang Power-Manager für Heizstäbe, Heizmatten, Infrarotpaneele
AC•THOR 9s AC, dreiphasig 0–9 kW stufenlos (3 × 3 kW) größere Anlagen, auch mit Wärmepumpe kombinierbar
ELWA DC, netzautark 0–2 kW mit MPP-Tracking nur Warmwasser
SOL•THOR DC, netzautark 0–3,6 kW, 1 bis 10 PV-Module Heizstäbe oder Elektroboiler
HEA•THOR IoT Netzstrom dynamischer Tarif Haushalte ohne PV-Anlage

Dazu kommen Zubehör wie das my-PV WiFi Meter zur Überschussmessung, Einschraubheizkörper mit 3 kW und 9 kW sowie die my-PV Cloud zur Überwachung.

So funktioniert die Überschussregelung

Ein klassischer Heizstab kennt nur „an“ oder „aus“. Die AC-Geräte von my-PV regeln die Leistung dagegen stufenlos und folgen dem Überschuss. Laut Hersteller wird die Einspeiseleistung so auf null ausgeregelt. Damit das klappt, braucht das Gerät eine Messung am Netzanschlusspunkt: entweder das my-PV WiFi Meter oder die Überschussinformation eines kompatiblen Wechselrichters, Batteriespeichers oder Smart-Home-Systems. Laut my-PV sind die Geräte dank offener Schnittstellen mit vielen Herstellern kompatibel; eine Liste veröffentlicht my-PV auf der eigenen Website.

Gibt es einen Batteriespeicher, lädt laut my-PV zuerst die Batterie, erst danach geht der Überschuss ins Warmwasser. Die AC ELWA 2 bietet außerdem eine optionale Warmwassersicherstellung: Reicht die Sonne nicht, heizt sie mit Netzstrom auf die gewünschte Mindesttemperatur.

Die DC-Geräte ELWA und SOL•THOR arbeiten anders: Die Modulkabel werden direkt per MC4-Stecker angeschlossen, ein eingebauter MPP-Tracker hält die Module im optimalen Arbeitspunkt. Diese Variante eignet sich, wenn Sie einzelne Module nur für Warmwasser nutzen möchten. Mehr zur Technik lesen Sie in der Kategorie Heizstab.

Warum PV-Wärme an Bedeutung gewinnt

Für Strom, der ins Netz geht, erhalten neue Anlagen nur die gesetzliche Einspeisevergütung. Hinzu kommt: Für Anlagen, die nach dem Solarspitzengesetz vom Februar 2025 in Betrieb gehen, sinkt der anzulegende Wert nach § 51 EEG in Zeiträumen mit negativem Spotmarktpreis auf null. Für Anlagen unter 100 kW greift die Regel ab dem Ende des Kalenderjahres, in dem ein intelligentes Messsystem eingebaut wird. my-PV bietet dafür eine Funktion namens SPO an, die die Wärmebereitung gezielt in solche Stunden legt.

Wer zusätzlich einen dynamischen Stromtarif nutzt, kann mit der Funktion my-PV DTO bei Schlechtwetter oder nachts günstigen Netzstrom für Wärme beziehen; die Steuerung richtet sich laut Hersteller nach den Börsenstrompreisen. Mehr dazu im Beitrag Dynamischer Stromtarif und unter PV ohne Einspeisevergütung.

Wasser ist ein günstiger Wärmespeicher. Laut my-PV können gut dimensionierte Anlagen im Sommer den Warmwasserbedarf eines Einfamilienhauses nahezu vollständig decken; im Winter übernimmt die konventionelle Heizung den Großteil. Wer eine Wärmepumpe betreibt, findet Hinweise im Artikel Wärmepumpe und PV.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Ein- oder dreiphasig: Die AC ELWA 2 und der AC•THOR arbeiten einphasig, der AC•THOR 9s braucht einen dreiphasigen Anschluss (3 × 230 V).
  • Leistung passend zum Überschuss: Ein 3,5-kW-Gerät bringt wenig, wenn Ihre Anlage mittags nur 1,5 kW übrig hat. Umgekehrt nutzt ein kleines Gerät große Überschüsse nicht aus.
  • Speicher und Einbaulage: Prüfen Sie Muffe, Einbaulänge und Einbaulage des Heizstabs im Datenblatt und im Warmwasser- oder Pufferspeicher.
  • Anschluss: Die AC ELWA 2 wird laut Hersteller fest verdrahtet, ohne Schukostecker. Arbeiten am Hausnetz gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
  • Kompatibilität: Wenn der Wechselrichter die Messwerte liefern soll, prüfen Sie vorab die Kompatibilitätsliste von my-PV.

Eine Alternative eines anderen Herstellers ist der Fronius Ohmpilot. Für die Messung am Hausanschluss eignet sich auch ein Smart Meter. Komplette Anlagen vergleichen Sie auf unserer Startseite.

Häufige Fragen

Woher kommt my-PV?

my-PV ist ein österreichischer Hersteller, die my-PV GmbH mit Sitz in Neuzeug (Oberösterreich). Das Unternehmen hat sich auf Geräte spezialisiert, die Solarstrom in Wärme für Warmwasser und Heizung umwandeln.

Welcher my-PV Heizstab passt zu meiner Anlage?

Für netzgekoppelte Anlagen mit einphasigem Warmwasserspeicher ist laut my-PV die AC ELWA 2 (0–3,5 kW) die einfachste Lösung. Für mehrere Wärmeverbraucher eignet sich der AC•THOR (0–3 kW), für größere Anlagen der dreiphasige AC•THOR 9s (bis 9 kW). Inselanlagen ohne Netz nutzen die DC-Geräte ELWA oder SOL•THOR.

Brauche ich für my-PV-Geräte einen Smart Meter?

Die AC-Geräte müssen wissen, wie viel Überschuss gerade anliegt. Diese Information liefert entweder das my-PV WiFi Meter oder ein kompatibler Wechselrichter, Speicher oder ein Smart-Home-System. Die DC-Geräte ELWA und SOL•THOR brauchen keine Messung, weil sie direkt an den Modulen hängen.

Funktioniert my PV zusammen mit einem Batteriespeicher?

Ja. Laut Hersteller wird zuerst der Batteriespeicher geladen; erst wenn er voll ist, nutzt zum Beispiel die AC ELWA 2 den restlichen Überschuss für Warmwasser.

Gibt es unabhängige Tests zu my-PV-Geräten?

Uns sind keine aktuellen, frei zugänglichen Verbrauchertests einzelner my-PV-Geräte bekannt, die wir verifizieren konnten. Die Angaben auf dieser Seite stammen von den Produktseiten des Herstellers.

Quellen

  1. Produkte von my-PV – my-PV GmbH, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. AC ELWA 2 – my-PV GmbH, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. AC•THOR – my-PV GmbH, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. AC•THOR 9s – my-PV GmbH, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. ELWA – my-PV GmbH, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. SOL•THOR – my-PV GmbH, abgerufen am 02. Oktober 2026
  7. § 51 EEG 2023 – Verringerung des Zahlungsanspruchs bei negativen Preisen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026