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Welche Zuschlagswerte erreicht die dritte österreichische Photovoltaik-Ausschreibung?

· Solaranlage kaufen Redaktion · 3 Min. Lesezeit

Einfamilienhaus mit grauer Fassade und zahlreichen Solarpanels auf dem Dach
Gray Watson User:E090 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Auf einen BlickDetails
WerNeue PV- und Erweiterungsanlagen in Österreich
Zuschlag6,42 Cent pro kWh im mengengewichteten Mittel
Zuschlagsspanne5,40 bis 7,25 Cent pro kWh
Volumen172.594 kWp ausgeschrieben
Zuschlagserteilung21. Oktober 2026

Für neue Photovoltaik- und Speicheranlagen in Österreich ist die Ausschreibung vor allem wegen der Zuschlagswerte, der Anlagenschwelle und der erneuten Gebotsmöglichkeit relevant. Die dritte Marktwert-Ausschreibung für Photovoltaik ist abgeschlossen: Die EAG-Abwicklungsstelle teilte am 21. Oktober 2026 mit, dass die Zuschlagserteilung an diesem Tag für ein Ausschreibungsvolumen von 172.594 kWp erfolgte. Die für das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zuständige Stelle hatte die Ausschreibung zur Marktprämie für PV-Anlagen vom 9. September bis 24. September 2026 geöffnet.

6,42 Cent im mengengewichteten Durchschnitt

Der Bericht von Ralph Diermann ist auf den 23. Oktober 2026 datiert. Die einzelnen Zuschläge reichen von 5,40 Cent bis 7,25 Cent pro Kilowattstunde. Laut EAG-Abwicklungsstelle konnten Gebote bis zu einem Gebotspreis von 7,25 Cent pro Kilowattstunde berücksichtigt werden.

Die EAG-Abwicklungsstelle nennt für den Gebotstermin ein verfügbares Volumen von 172.594 kWp. pv magazine beziffert das ausgeschriebene Volumen auf 172,6 Megawatt und berichtet zugleich von 173,4 Megawatt bezuschlagter Leistung. Insgesamt erhielten 195 Gebote einen Zuschlag. Die EAG-Abwicklungsstelle teilte nicht mit, um wie viel die Ausschreibung überzeichnet war.

Teilnahme ab mehr als zehn Kilowatt

An den österreichischen Marktwert-Ausschreibungen können neue Freiflächen- und Dachanlagen sowie Erweiterungen bestehender Anlagen mit einer Leistung von mehr als zehn Kilowatt teilnehmen, sofern sie bei der Gebotsabgabe noch nicht in Betrieb genommen wurden. Das gilt auch für die dritte Ausschreibung, an der Photovoltaik-Anlagen mit mehr als zehn Kilowatt auf Freiflächen- und Dachflächen teilnehmen durften. Bei Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünland wird der Gebotswert um bis zu 25 Prozent abgewertet, um die Wettbewerbsfähigkeit von Dachanlagen zu stärken.

Für die heimische Planung bieten sich dagegen die Übersichten zur Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage, zu Komplettanlagen und zu Stromspeichern an.

Fristen vom 9. September bis 5. November

  1. 9. September 2026 – Die dritte Ausschreibung zur Marktprämie für Photovoltaik-Anlagen wurde geöffnet, wie die EAG-Abwicklungsstelle mitteilt.
  2. 24. September 2026 – An diesem Tag endete das Gebotsverfahren; zur Verfügung standen laut EAG-Abwicklungsstelle 172.594 kWp.
  3. Anfang Oktober 2026 – Auch der letzte Fördercall für Photovoltaik-Anlagen und Speicher endete, berichtet pv magazine.
  4. 21. Oktober 2026 – Die Zuschlagserteilung für die dritte Ausschreibung zur Marktprämie erfolgte, wie die EAG-Abwicklungsstelle angibt.
  5. 23. Oktober 2026 – Ralph Diermann berichtete über die Zuschlagswerte und das ausgeschriebene Volumen der dritten österreichischen Marktwert-Ausschreibung.
  6. 5. November 2026, 23:59 Uhr – Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Gebote mit der Zweitsicherheit hinterlegt sein; die dafür vorgesehene Frist beträgt laut EAG-Abwicklungsstelle 10 Werktage.

Kein weiterer Termin klar

Nach dem Stand von pv magazine sind weitere Marktwert-Ausschreibungen für Photovoltaik nicht terminiert. Die EAG-Abwicklungsstelle verweist dagegen für den nächsten Ausschreibungstermin auf ihren Förderkalender. Die dort angegebene Frist für die Zweitsicherheit lief zum Veröffentlichungszeitpunkt noch bis Donnerstag, dem 5. November 2026, um 23:59 Uhr.

Für nicht bezuschlagte Projekte gilt nach Angaben der EAG-Abwicklungsstelle:

"Für Gebote, die bei der 3. Ausschreibung zur Marktprämie für PV-Anlagen keinen Zuschlag erhalten haben, kann im Rahmen einer kommenden Ausschreibung neuerlich ein Gebot abgegeben werden." — EAG-Abwicklungsstelle

Die Anlage darf laut EAG-Abwicklungsstelle vor einer neuerlichen Gebotslegung keinesfalls in Betrieb genommen werden. Wer in der dritten Runde keinen Zuschlag erhielt, kann sich damit in einer folgenden Runde erneut bewerben.

Letzter Fördercall endet Anfang Oktober

Der im Oktober beendete Fördercall umfasste sowohl Photovoltaik-Anlagen als auch Speicher, berichtet pv magazine unter Verweis auf das zuständige Bundesministerium. Einen eigenen Förderrahmen für die bereits abgeschlossene dritte Marktwert-Ausschreibung nennt der Bericht nicht.

Die österreichische Bundesregierung will die Förderung von Photovoltaik-Anlagen mit Speicher reformieren; weitere Einzelheiten zu den geänderten Förderregeln werden in den vorliegenden Quellen nicht genannt. Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus in Wien meldete einen enormen Andrang auf den Fördercall.

Quellen

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