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Klimaanlagen für Solarstrom

Eine Klimaanlage mit Solar zu betreiben, liegt nahe: Gekühlt wird vor allem an heißen, sonnigen Tagen – also genau dann, wenn eine Photovoltaikanlage oder ein Balkonkraftwerk viel Strom liefert. Auf dieser Seite vergleichen Sie Klimageräte, die sich für den Betrieb mit selbst erzeugtem Solarstrom eignen: mobile Monoblock-Geräte, Split-Klimaanlagen und mobile Split-Lösungen ohne Kältetechniker. Die tagesaktuellen Shop-Angebote zeigt die Preisvergleichstabelle; wir verkaufen selbst keine Geräte und sind an keinen Hersteller gebunden. Unten erklären wir, worin sich die Bauarten unterscheiden, welche Kennwerte beim Kauf zählen und was Sie beim Zusammenspiel mit Ihrer PV-Anlage beachten sollten. Weitere Produktbereiche finden Sie auf der Startseite.

Preis (€)
Leistung (kW)

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Bauarten im Überblick: mobil, Split oder mobile Split-Klimageräte

Im Handel begegnen Ihnen drei Gerätetypen, die sich bei Kühlleistung, Effizienz und Montageaufwand deutlich unterscheiden:

Bauart Aufbau Montage Einschätzung
Mobiles Monoblock-Gerät alle Komponenten in einem Gehäuse, warme Abluft über Schlauch nach draußen ohne Werkzeug, Schlauch durchs Fenster laut Umweltbundesamt vergleichsweise geringe Kühlwirkung bei relativ hohem Stromverbrauch
Split-Klimaanlage Außengerät mit Kompressor und Kondensator, Innengerät im Raum, verbunden über Kältemittelleitungen nur durch Fachleute laut UBA im Allgemeinen gute Kühlwirkung; die effizientesten Klimageräte erreichen A+++
Mobiles Split-Klimagerät Innen- und Außenteil, vorgefüllt und über einen Schlauch fest verbunden ohne Kältetechniker, Außenteil z. B. am Fenster Kompromiss zwischen Flexibilität und Effizienz

Das Umweltbundesamt (UBA) beziffert den Absatz in Deutschland auf etwa 200.000 Monosplit-Geräte und rund 100.000 mobile Klimageräte pro Jahr. Welche Bauart zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie Wände durchbohren dürfen (Mietwohnung) und wie groß der zu kühlende Raum ist.

Klimaanlage mobil: flexibel, aber am wenigsten effizient

Wer eine Klimaanlage mobil nutzen möchte, greift meist zum Monoblock: Das Gerät steht im Raum, ein Abluftschlauch führt die Wärme durch ein gekipptes Fenster oder eine Fensterabdichtung nach draußen. Das ist einfach und ohne Genehmigung möglich, hat aber physikalische Nachteile – der Kompressor sitzt im Raum, und über undichte Fensterspalte strömt warme Luft nach. Das UBA beschreibt die Kühlwirkung dieser Geräte daher als vergleichsweise gering und den Stromverbrauch als relativ hoch.

Für den Solarbetrieb bedeutet das: Ein mobiles Gerät verbraucht für dieselbe Kühlwirkung mehr von Ihrem PV-Strom als eine Split-Anlage. Achten Sie deshalb auf das EU-Energielabel und vergleichen Sie die Leistungsaufnahme im Datenblatt mit der Leistung, die Ihre Solaranlage mittags typischerweise liefert. Laut UBA dürfen mobile Geräte seit 2020 nur noch mit Kältemitteln mit einem Treibhauspotenzial (GWP) unter 150 auf den Markt gebracht werden.

Split-Klimaanlagen: die effizienteste Wahl für Eigentümer

Split-Klimaanlagen trennen die laute, warme Seite vom Wohnraum: Das Außengerät mit Kompressor und Kondensator verflüssigt das Kältemittel, das zum Innengerät geleitet wird. Das UBA bescheinigt Split-Geräten im Allgemeinen eine gute Kühlwirkung; die effizientesten Klimageräte erreichen laut UBA die Effizienzklasse A+++, vergleichen können Sie die Werte in der EU-Energielabel-Datenbank (EPREL). Die Stiftung Warentest rechnet laut UBA für den Betrieb eines effizienten Klimageräts mit rund 140 bis 180 kWh Stromverbrauch pro Jahr.

Wichtig für die Planung:

  • Montage nur durch Fachleute: Wegen des enthaltenen Kältemittels dürfen Split-Klimageräte laut UBA nur von Fachleuten installiert werden. Kalkulieren Sie die Montage daher immer mit ein.
  • Kältemittel: Viele Neugeräte arbeiten mit R-32, dessen Treibhauswirkung das UBA mit dem 675-Fachen von CO₂ angibt. Klimafreundlicher ist das natürliche Kältemittel Propan (R-290). Ab 2029 gilt laut UBA für Split-Systeme bis 12 kW ein GWP-Grenzwert unter 150.
  • Heizen im Übergang: Viele Split-Geräte arbeiten als Luft-Luft-Wärmepumpe und können im Frühjahr und Herbst auch heizen. Zum Zusammenspiel von Wärmepumpe und Photovoltaik lesen Sie mehr im Beitrag Wärmepumpe und PV.

Mobile Split-Klimageräte ohne Kältetechniker

Zwischen Monoblock und fest installierter Split-Anlage gibt es mobile Split-Klimageräte: Innen- und Außenteil sind werkseitig über einen geschlossenen Kältemittelkreislauf verbunden, sodass kein Kältetechniker die Leitungen befüllen muss. Ein Beispiel ist die Midea PortaSplit. Laut Hersteller kühlt sie mit 3,5 kW (12.000 BTU/h) Räume bis etwa 42 m², erreicht beim Kühlen die Effizienzklasse A++ (SEER 6,1) und kann mit einem SCOP von 4,0 auch heizen. Innen- und Außengerät verbindet ein 2 m langer, flacher Schlauch, der laut Midea ohne Bohren durch ein Fenster geführt wird.

Für Mieterinnen und Mieter ist diese Bauart interessant, weil keine Kernbohrung nötig ist. Prüfen Sie trotzdem vorab, ob das Außenteil sicher auf Balkon oder Fensterbrett stehen kann und ob Ihre Hausordnung das erlaubt.

Solar-Klimaanlage: So nutzen Sie Ihren PV-Strom optimal

Eine eigene Solar-Klimaanlage ist im Handel meist kein spezielles Gerät, sondern ein gewöhnliches Klimagerät, das tagsüber überwiegend mit Strom vom eigenen Dach läuft. Damit das gelingt, helfen einige Grundregeln:

  • Tagsüber kühlen: Lassen Sie das Gerät dann laufen, wenn die Anlage Überschuss produziert, statt abends gegen die aufgeheizte Wohnung anzukühlen. Eine Zeitschaltung oder App-Steuerung erleichtert das.
  • Leistung abgleichen: Vergleichen Sie die Leistungsaufnahme laut Datenblatt mit der Erzeugung Ihrer Anlage. Den Ertrag einer Dachanlage schätzen Sie mit dem PV-Rechner ab.
  • Balkonkraftwerk: Ein Balkonkraftwerk darf seit dem Solarpaket I (Mai 2024) laut Bundesnetzagentur höchstens 800 VA Wechselrichterleistung und 2.000 W Modulleistung haben; die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt, die vereinfachte Registrierung im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht. Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 (seit Dezember 2025) lässt den Schuko-Stecker laut pv magazine bis 960 W Modulleistung zu, darüber ist eine Energiesteckvorrichtung nötig. Ein Klimagerät kann einen Teil dieses Stroms direkt nutzen; ob das im Alltag reicht, beleuchtet unser Beitrag Klimaanlage mit Solarstrom.
  • Speicher: Wer auch abends kühlen will, kann tagsüber Überschuss in einem Stromspeicher puffern.

Wenn Sie eine PV-Anlage samt Speicher planen, können Sie über Angebote vergleichen Fachbetriebe in Ihrer Region anfragen.

Kaufkriterien und Mehrwertsteuer

Vergleichen Sie Klimageräte nach diesen Kennwerten:

  • Kühlleistung (kW oder BTU/h) passend zur Raumgröße; Herstellerangaben zur Raumgröße sind Richtwerte.
  • Effizienzklasse und SEER laut EU-Energielabel – je höher der SEER, desto weniger Strom pro Kühlleistung.
  • Kältemittel: R-290 (Propan) statt Kältemittel mit hohem GWP.
  • Lautstärke des Innengeräts, vor allem für Schlafräume.
  • Heizfunktion (SCOP), falls Sie das Gerät auch in der Übergangszeit nutzen wollen.

Zur Umsatzsteuer: Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt für Solarmodule, Speicher und wesentliche Komponenten einer PV-Anlage. Stromverbraucher, die den erzeugten Strom nutzen – das BMF nennt etwa Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur –, zählen ausdrücklich nicht dazu. Für eine separat gekaufte Klimaanlage fällt daher die reguläre Umsatzsteuer an. Details erklärt der Ratgeber Mehrwertsteuer bei Photovoltaik.

Häufige Fragen

Welche Klimaanlage eignet sich am besten für den Betrieb mit Solarstrom?

Am besten geeignet sind meist Split-Klimaanlagen: Laut Umweltbundesamt ist ihre Kühlwirkung im Allgemeinen gut, und effiziente Geräte erreichen die Effizienzklasse A+++, sodass Ihr Solarstrom weiter reicht. Mobile Monoblock-Geräte haben laut UBA eine geringe Kühlwirkung bei relativ hohem Verbrauch. Mobile Split-Geräte liegen dazwischen und kommen ohne Kältetechniker aus.

Darf ich eine Split-Klimaanlage selbst montieren?

Klassische Split-Klimageräte enthalten Kältemittel, das beim Verlegen der Leitungen eingefüllt wird. Laut Umweltbundesamt dürfen sie deshalb nur Fachleute installieren. Ausgenommen sind mobile Split-Geräte mit werkseitig geschlossenem Kältekreislauf, die ohne Kältetechniker aufgestellt werden.

Was sind mobile Split-Klimageräte?

Mobile Split-Klimageräte bestehen wie eine Split-Anlage aus Innen- und Außenteil, sind aber ab Werk über einen Schlauch fest verbunden und vorgefüllt. Das Außenteil wird zum Beispiel ans Fenster oder auf den Balkon gestellt. Ein Beispiel ist die Midea PortaSplit, die laut Hersteller 3,5 kW Kühlleistung hat und ohne Bohren installiert wird.

Kann ich eine Klimaanlage mit dem Balkonkraftwerk betreiben?

Ein Balkonkraftwerk speist höchstens 800 VA ins Hausnetz ein (Grenze laut Bundesnetzagentur), und jedes Gerät im Haushalt nutzt diesen Strom automatisch mit. Ein Klimagerät kann also tagsüber einen Teil seines Bedarfs aus dem Balkonkraftwerk decken; was die Anlage nicht liefert, kommt aus dem Netz. Mehr Wechselrichterleistung als 800 VA ist für Steckersolargeräte nicht zulässig.

Gilt der Nullsteuersatz auch für eine Klimaanlage?

Nein. § 12 Abs. 3 UStG begünstigt Solarmodule, Speicher und wesentliche PV-Komponenten. Stromverbraucher, die den Solarstrom nutzen, zählen laut BMF ausdrücklich nicht dazu. Eine separat gekaufte Klimaanlage wird deshalb mit der regulären Umsatzsteuer berechnet.

Quellen

  1. Gegen die Hitze: Das können Sie im Sommer für sich und die Umwelt tun – Umweltbundesamt, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. Midea PortaSplit – Midea, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. Balkon-Solaranlagen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. Schuko-Stecker meistens ausreichend: VDE veröffentlicht Produktnorm für Stecker-Solar-Geräte – pv magazine, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. § 12 Umsatzsteuergesetz – Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. BMF-Schreiben vom 27.02.2023: Nullsteuersatz für Umsätze im Zusammenhang mit bestimmten Photovoltaikanlagen – Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026