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MaxSolar und SAP: Zehnjährige Solarstrom-PPA für zwei Solarparks vereinbart

· Solaranlage kaufen Redaktion · 3 Min. Lesezeit

Ein weitläufiger Solarpark mit langen Reihen von Photovoltaik-Modulen auf sandigem Boden unter hellem Himmel.
Sarvajanik Puralekh / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Das Wichtigste in Kürze

  • MaxSolar und SAP vereinbaren eine zehnjährige physische Stromlieferung aus zwei Solarparks.
  • Memmendorf und Pahlen verfügen zusammen über 36,5 MWp installierte Leistung.
  • Der PPA arbeitet nach dem Pay-as-Nominated-Modell und umfasst Herkunftsnachweise.

MaxSolar und SAP haben ein zehnjähriges Corporate Power Purchase Agreement über 36,5 MWp vereinbart. pv magazine Deutschland berichtete am 28. Oktober 2026, dass seit der Inbetriebnahme von Pahlen Strom im Rahmen der physischen Lieferung aus beiden Solarparks bereitgestellt wird.

Anlagen und Laufzeit

Der Vertrag umfasst die Freiflächen-Solarparks Memmendorf in Sachsen und Pahlen in Schleswig-Holstein (Windkraft-Journal). Seit April 2026 liefert der Solarpark Memmendorf Strom; der Solarpark Pahlen ging im August 2026 in Betrieb. MaxSolar stellt für den gelieferten Strom Herkunftsnachweise bereit.

  • Memmendorf: 25 MWp, Stromlieferung seit April 2026.
  • Pahlen: rund 11,5 MWp, Inbetriebnahme im August 2026.
  • Gesamt: 36,5 MWp bei einer Vertragslaufzeit von zehn Jahren.

Mit der physischen Stromlieferung aus beiden Projekten ist ein weiterer Abschnitt des zehnjährigen Vertrags erreicht. Die Anlagen liefern nicht lediglich nach dem Pay-as-Produced-Modell, bei dem die tatsächlich erzeugte Strommenge vergütet wird. Stattdessen wird die Lieferung im Pay-as-Nominated-Modell abgewickelt.

MaxSolar ist ein Energieinfrastruktur-Anbieter aus dem Chiemgau.

Direktlieferung statt Überschuss

Beim Pay-as-Nominated-Modell melden die Abnehmer vorab, welche Strommengen sie in den jeweiligen Zeitintervallen benötigen, und bezahlen genau diese Mengen. MaxSolar liefert anschließend entsprechend dem vereinbarten Fahrplan. Die physische Lieferung verbindet damit die erzeugte Leistung der Solarparks unmittelbar mit dem von SAP gemeldeten Bedarf.

Für die Käufersicht ist entscheidend, dass der Vertrag einen festen Lieferrahmen für die benötigten Mengen schafft, statt ausschließlich die tatsächliche Erzeugung abzurechnen. Zugleich dokumentieren Herkunftsnachweise die Herkunft des gelieferten Stroms.

Den Quellen zufolge verschaffen Corporate PPAs Unternehmen langfristig Zugang zu erneuerbarem Strom (Braunschweiger Zeitung). Zugleich schaffen sie für erneuerbare-Energien-Projekte einen verlässlichen Erlösrahmen. SAP bezieht die Lieferung aus Memmendorf und Pahlen im Rahmen eines physischen Direktliefervertrags.

Kein Förderprogramm für Haushalte

Die Vereinbarung zwischen MaxSolar und SAP ist ein Unternehmensvertrag und kein Programm für private Dachanlagen. Die Quellen berichten weder über Zuschüsse für Haushalte noch über eine Anpassung der Einspeisevergütung. Für die eigene Anlagenplanung bietet die Redaktion einen Überblick, ob sich Photovoltaik lohnt sowie Hintergrund zum Geschäft mit Batteriespeicher-Betreibern.

Energieinfrastruktur im Fokus

Gleichzeitig will MaxSolar integrierte Energieinfrastruktur für Rechenzentren und weitere energieintensive Technologiestandorte entwickeln und bereitstellen. Standortabhängig können die Konzepte erneuerbare Erzeugung, Netzanbindungsinfrastruktur, Batteriespeicher und eine strukturierte langfristige Strombeschaffung zusammenführen.

Der Strombedarf der europäischen digitalen Wirtschaft wird laut MaxSolar durch künstliche Intelligenz, Cloud-Dienste und den Ausbau von Rechenzentren verändert. In der langfristigen Energiebeschaffung und Infrastrukturplanung von Technologie- und Softwareunternehmen wird der verlässliche Zugang zu preislich wettbewerbsfähigem erneuerbarem Strom wichtiger.

MaxSolar setzt dabei auf abgestimmte Entwicklungskonzepte, die Erzeugung, Flexibilität, Netzinfrastruktur und Energiebeschaffung miteinander verbinden sollen. Das Unternehmen begründet diesen Ansatz mit der zunehmenden Bedeutung von Netzkapazitäten und einer verlässlichen Stromversorgung für die Realisierbarkeit neuer digitaler Infrastrukturprojekte. Dabei setzt MaxSolar auf seine vorhandenen Aktivitäten mit erneuerbaren Energien, Speichern, Wärme und Mobilitätsinfrastruktur.

„ein wichtiger Meilenstein“ — Anwar Darwich, Commercial Director bei MaxSolar. Für ihn beginnt damit die physische Stromlieferung aus beiden Projekten. Sie verdeutlicht, was ein Corporate PPA leisten soll: die Verbindung von erneuerbarer Stromerzeugung und dem tatsächlichen Bedarf der Unternehmen. Zudem spiegelt sie die wachsende Nachfrage der Technologiebranche nach nachhaltigen und wirtschaftlich attraktiven Energielösungen wider.

Ziel im Jahr 2030

SAP verfolgt mit der Kooperation das Ziel, bis 2030 Netto-Null-Emissionen entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen (FinanzNachrichten.de). Die Lieferung aus Memmendorf und Pahlen deckt dabei 36,5 MWp der vereinbarten Solarstrommenge ab. Als nächster datierter Bezugspunkt folgt das von SAP angestrebte Jahr 2030 für Netto-Null-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Quellen

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