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Salzschmelze-Speicher: Studie zeigt sechs Prozent mehr Energie

· Solaranlage kaufen Redaktion · 3 Min. Lesezeit

Luftaufnahme eines weitläufigen Solarkraftwerks mit spiegelnden Paneelen vor einer Kulisse aus schneebedeckten Bergen.
kallerna / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Aus demselben Speichervolumen lassen sich rund sechs Prozent mehr Energie gewinnen. Die TU Graz und die Emerald Horizon AG wiesen erstmals nach, dass sich auch die beim Erstarren des Salzes frei werdende Wärme gezielt verwenden lässt.

„Ein großer Teil des Energiebedarfs der Industrie ist Prozesswärme, die heute meist aus fossilen Brennstoffen kommt. Wer diese Wärme aus gespeichertem Ökostrom bereitstellen kann, macht die Produktion klimafreundlich und versorgungssicher“ — DI Dr. Mario J. Müller, Vice President R&D der Emerald Horizon AG

Bisher und neu

BisherNeu
Salzschmelze-Speichernutzung basierte auf der Wärme, die beim Erwärmen und Abkühlen der flüssigen Salzmasse gespeichert wurde.Die beim Festwerden freigesetzte Wärme kann kontrolliert genutzt werden.
Der batterieelektrische Bereich von DUALstorePLUS ist bereits lieferbar; das thermische Modul ist derzeit noch nicht vorgesehen.Ab 2028 soll das thermische Modul einen Einsatz bis 550 Grad ermöglichen.
In der Laboranlage liefen mehr als 200 Lade- und Entladezyklen mit rund 2.400 Betriebsstunden ab, ohne dass am Behälter Korrosion oder eine Alterung des Salzes auftrat.Die gewonnenen Erkenntnisse werden in das thermische Modul von DUALstorePLUS eingebunden.

Für die Kaufprüfung relevante Angaben:

  • Der batterieelektrische Bereich von DUALstorePLUS kann bereits geliefert werden.
  • Das thermische Modul ist für Temperaturen bis 550 Grad ab 2028 vorgesehen.
  • Kunden erhalten das System als Energy-as-a-Service, ohne dafür Investitionskosten zu tragen.

Für Leser, die eine Photovoltaikanlage mit Speicher planen, bietet die Redaktion einen Speicher-Rechner an. Die Übersicht zu Speicherlösungen für Balkonkraftwerke ordnet den kompakten Anwendungsfall getrennt ein.

Technik der Studie

Im Rahmen der Untersuchung erhitzten die Forschenden in mehr als 40 Versuchen Solarsalz, also eine Mischung aus Natrium- und Kaliumnitrat, auf ungefähr 550 Grad Celsius und entlosten es anschließend wieder mittels Druckluft. Sobald die Temperatur unter 222 Grad fällt, beginnt im Salz die Kristallbildung; dabei wird zusätzliche Wärme abgegeben. Eine vollständige Erstarrung kann bis zu zehn Prozent mehr Energie ermöglichen (Windkraft-Journal).

Die Laboranlage zeigte den Leistungsbereich des thermischen Speichers CALstore bis zu einem Erstarrungsgrad von rund 60 Prozent (live.deutsche-boerse.com). Darüber hinaus wird dieser Bereich als Standby-Leistung für Anwendungen wie Niedrigtemperatur-Begleitheizungen beschrieben. Laut den Beteiligten gibt es einen klar definierten Betriebspunkt, an dem die zusätzliche Energie und eine hohe Leistung zugleich zusammenpassen.

Während rund 2.400 Betriebsstunden absolvierte die Versuchsanlage mehr als 200 Lade- und Entladezyklen. Weder am Behälter noch am Salz ließen sich Korrosion beziehungsweise Alterungserscheinungen feststellen. Die Untersuchung fand am Institut für Wärmetechnik der TU Graz statt und wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft im Projekt CALstore gefördert.

CALstore und DUALstorePLUS

Bei zehn CALstore-20-Fuß-Containern entspricht dies einem ganzen Container (BörsenNEWS.de).

Die Resultate werden in das thermische Modul von DUALstorePLUS einfließen. Das System kombiniert eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie, einen Salzschmelze-Wärmespeicher und eine KI-gestützte Steuerung. Es ist dafür ausgelegt, Strom aus erneuerbaren Quellen aufzunehmen und je nach Bedarf als Strom oder als Hochtemperaturwärme bereitzustellen, beispielsweise zur Dampferzeugung.

Das Angebot an Kunden erfolgt als Energy-as-a-Service und ist für diese mit keinen Investitionskosten verbunden. Der batterieelektrische Bereich ist bereits verfügbar. Das thermische Modul ist für Temperaturen bis 550 Grad ab 2028 vorgesehen.

Forschung und Zeitplan

Die Ergebnisse wurden am 13. Oktober im internationalen Fachjournal Energies veröffentlicht. Als Autorinnen und Autoren der Untersuchung sind J. Hochenauer, M. J. Müller und C. Hochenauer genannt. Die Emerald Horizon AG wurde 2019 in Graz gegründet.

Juni 2026 im Standard Market der Wiener Börse. Der Ticker lautet SMRX, die ISIN AT0000A3UZE1. Als nächster terminierter Entwicklungsschritt ist das thermische Modul von DUALstorePLUS für Temperaturen bis 550 Grad vorgesehen, das ab 2028 kommen soll.

Quellen

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