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Uniper übernimmt Vermarktung eines 42-MWh-Speichers in Roßfeld

· Solaranlage kaufen Redaktion · 3 Min. Lesezeit

Zwei weiße Energiespeicher-Container im Außenbereich auf Betonfundamenten.
Kecko from Eastern Switzerland / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Das Wichtigste in Kürze

  • Geplant sind 20 MW Leistung und 42 MWh Kapazität.
  • Der Tolling-Vertrag hat eine Laufzeit von sieben Jahren.
  • Die Inbetriebnahme in Roßfeld ist für Sommer 2027 geplant.

Was haben Uniper und die Stadtwerke Lippstadt vereinbart?

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von sieben Jahren (pv magazine Deutschland). Uniper und die Stadtwerke Lippstadt haben damit einen Tolling-Vertrag für einen geplanten Batteriespeicher in Roßfeld geschlossen. Das Projekt umfasst eine Leistung von 20 MW und eine Kapazität von 42 MWh.

Die Lippstädter Ladesäulen GmbH erhält eine feste Vergütung für die Nutzung des Speichers durch Uniper.

Uniper übernimmt die Vermarktung und die kommerzielle Optimierung. Das geplante System soll von VENSYS Elektrotechnik geliefert und von diesem Unternehmen auch gewartet werden.

Die Unternehmen teilten den Abschluss am Freitag mit. Die Inbetriebnahme des Speichers ist für den Sommer 2027 geplant.

Welche Technik ist für Roßfeld geplant?

Der Batteriespeicher ist als modular aufgebautes Lithium-Eisen-Phosphat-System vorgesehen. Die Anlage soll eine Leistung von 20 MW bereitstellen und eine Kapazität von 42 MWh bieten.

Bei einer Machbarkeitsstudie wurden mögliche Standorte sowie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Bau eines Batteriespeichers untersucht. Dabei stellte sich Roßfeld als am besten geeigneter Standort heraus. Die Ergebnisse flossen anschließend in die weitere Projektentwicklung und die Entscheidung für das Tolling-Modell ein.

VENSYS Elektrotechnik übernimmt die Lieferung des Batteriespeichersystems und die Wartung. Nach dem aktuellen Zeitplan soll das System in Roßfeld im Sommer 2027 in Betrieb gehen.

Wie funktioniert das Tolling-Modell für die Beteiligten?

Beim Tolling-Modell bleibt der Speicher im Eigentum der Lippstädter Ladesäulen GmbH, die ihn betreibt (FinanzNachrichten.de). Uniper vermarktet das System und optimiert es kommerziell. Die Eigentümerin erhält dafür eine feste Vergütung für die Nutzung des Speichers durch Uniper. Mit dem Vertrag sichert sich Uniper zusätzliche Flexibilität in seinem Vermarktungs- und Energieportfolio.

„Im Zuge unserer strategischen Neuausrichtung erschließen wir ein neues Geschäftsfeld und investieren in die Flexibilität unseres Energieportfolios“ — Siegfried Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Lippstadt

Die Vereinbarung betrifft einen Speicher mit 20 MW und 42 MWh. Diese Werte sind Projektangaben für Roßfeld und keine Empfehlung für die Dimensionierung eines Speichers für ein Privathaus. Die vorliegenden Meldungen nennen weder Beschaffungskosten für Haushalte noch Förderungen oder eine Einspeisevergütung.

  • 20 MW und 42 MWh: geplante Leistung und Kapazität des Speichers in Roßfeld.
  • Sieben Jahre: Laufzeit des Tolling-Vertrags.
  • Sommer 2027: geplanter Start der Inbetriebnahme.

Für die Einordnung einer eigenen PV-Speicherplanung bieten der Speicher-Rechner und der Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher? einen anderen Bezugsrahmen als das hier gemeldete Projekt mit einer Leistung von 20 MW.

Welche Bedeutung hat der Abschluss für Käufer?

Der Vertrag zeigt eine klare Trennung der Aufgaben: Die Lippstädter Ladesäulen GmbH besitzt und betreibt den Speicher, VENSYS Elektrotechnik liefert und wartet die Technik, und Uniper übernimmt Vermarktung sowie kommerzielle Optimierung. Die vorliegenden Meldungen nennen keine Höhe der festen Vergütung.

Die Stadtwerke Lippstadt arbeiten bereits länger mit Uniper zusammen, unter anderem bei der Beschaffung von Standardhandelsprodukten. Mit dem Tolling-Vertrag kommt nach Angaben von Geschäftsführer Siegfried Müller ein neues Geschäftsfeld hinzu. Die Planung des Projekts und die Auswahl des Standorts waren bereits Bestandteil einer längeren Machbarkeitsphase.

Der zentrale Umfang des geplanten Anlagenprojekts liegt damit bei 42 MWh.

Quellen

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