Anker AC-Speicher: Modelle & Preisvergleich
Ein Anker AC Speicher wird nicht über die Gleichstromseite der Solarmodule geladen, sondern über das 230-Volt-Hausnetz. Er arbeitet deshalb mit einer bereits installierten Photovoltaikanlage oder einem vorhandenen Balkonkraftwerk zusammen, ohne dass der bestehende Wechselrichter ersetzt werden muss. Zwei solcher Geräte vergleichen wir hier: die kompakte Solarbank 2 E1600 AC für Steckersolargeräte und die deutlich größere Solarbank Max AC für das Eigenheim. Wir vergleichen beide anhand der Herstellerangaben und erklären die Anschlussregeln in Deutschland. Wir verkaufen selbst nichts, aktuelle Händlerangebote finden Sie unter Angebote.
Für diese Auswahl gibt es gerade keine aktuellen Angebote (wir zeigen nur Preise, die höchstens 24 Stunden alt sind). Bitte Filter lockern oder später erneut schauen.
Anker SOLIX AC Speicher im Überblick
Die folgenden Werte stammen von den Produktseiten des Herstellers (abgerufen am 02.10.2026):
| Merkmal | Solarbank 2 E1600 AC | Solarbank Max AC |
|---|---|---|
| Kapazität Basisgerät | 1,6 kWh | 7 kWh |
| Erweiterung | bis 5 × BP1600, max. 9,6 kWh | bis 5 × BP7000, max. 42 kWh |
| Zelltyp | keine Angabe | LFP (314 Ah) |
| Abgabe ans Hausnetz | 800 W | 800 W per Schuko ab Werk, 3.500 W per Wieland-Stecker oder Festanschluss |
| Netzunabhängiger Ausgang | 1.000 W, mit Zusatzakku 1.200 W | 3.680 W |
| Ladeleistung aus dem Netz | ja (Zeittarif- oder Backup-Modus) | bis 3,5 kW |
| Garantie | 10 Jahre | 10 Jahre, 10.000 Zyklen angegeben |
Alle Speicherarten ordnet die Übersicht Stromspeicher ein.
Solarbank 2 E1600 AC: Nachrüstspeicher für Steckersolargeräte
Die Solarbank 2 E1600 AC wird laut Anker zwischen ein vorhandenes Balkonkraftwerk und die Steckdose gesetzt: Der bisherige Mikrowechselrichter wird an die netzunabhängige Steckdose der Solarbank angeschlossen und bringt bis zu 800 W Eingangsleistung. Zusätzlich hat das Gerät zwei eigene PV-Eingänge für je ein Modul mit maximal 600 W. Insgesamt nennt der Hersteller damit bis zu 2.000 W Solareingang.
Die Ladeleistung des Akkus hängt von der Ausbaustufe ab: ohne Zusatzakku 1.000 W, mit einem Zusatzakku 2.000 W und mit zwei bis fünf Zusatzakkus 2.400 W. Anders als die Solarbank 2 E1600 Pro kann die AC-Variante auch aus dem Stromnetz laden, etwa bei zeitvariablen Tarifen. Bei Netzausfall versorgt die netzunabhängige Steckdose Geräte mit bis zu 1.000 W, mit Erweiterungsakku 1.200 W. Komplettlösungen zeigt die Seite Balkonkraftwerk mit Speicher.
Solarbank Max AC: Anker AC Speicher für das Hausnetz
Die Solarbank Max AC ist ein Außengerät nach IP66 mit 73 kg Gewicht und einem Basisakku von 7 kWh. Mit bis zu fünf Erweiterungsakkus BP7000 wächst sie auf 42 kWh; laut Hersteller lassen sich drei Systeme parallel betreiben, zusammen mit 10,5 kW Nennleistung. Die Leistung am Netz hängt von der Anschlussart ab:
- Schuko-Stecker: ab Werk auf 800 W begrenzt
- Wieland-Stecker: bis 3.500 W
- Festanschluss: bis 3.500 W
Für Stromausfälle gibt es einen eigenen netzunabhängigen Ausgang mit 3.680 W; die Umschaltung erfolgt laut Anker in 10 Millisekunden. Für die Regelung nach dem Hausverbrauch nutzt sie einen Stromzähler-Sensor; kompatibel sind laut Produktseite das Anker SOLIX Smart Meter, das Anker Smart Meter Gen 2 sowie Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM. Alle Datenblattwerte stehen auf der Produktseite Anker SOLIX Max AC.
Abgrenzung: AC-gekoppelt oder Hybridsystem
Ein AC-gekoppelter Speicher hat einen eigenen Batteriewechselrichter: passend für Bestandsanlagen, aber mit einer zusätzlichen Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom. Wer eine neue Dachanlage plant, kann stattdessen ein Hybridsystem wählen, bei dem Wechselrichter und Speicher aufeinander abgestimmt sind. Bei Anker ist das der modulare Heimspeicher Anker SOLIX X1 mit Akkumodulen zu je 5 kWh. Wie Sie einen Speicher an einer vorhandenen Anlage ergänzen, erklärt die Seite Speicher nachrüsten; Vergleichswerte nach Größe finden Sie bei Stromspeicher 5 kWh und Stromspeicher 10 kWh.
Was in Deutschland für den Anschluss gilt
Für Steckersolargeräte gelten laut Bundesnetzagentur seit dem Solarpaket I (Mai 2024) Grenzen von 800 VA Wechselrichterleistung und 2.000 W Modulleistung je Netzanschluss sowie eine vereinfachte Registrierung im Marktstammdatenregister. Mehr als 800 VA Einspeiseleistung sind kein Balkonkraftwerk mehr, sondern eine reguläre PV-Anlage mit Elektrofachkraft und Netzanmeldung.
Für Speicher gibt es diese Vereinfachung nicht: Die seit 1. Dezember 2025 geltende Produktnorm DIN VDE V 0126-95 erfasst Steckersolargeräte mit integriertem Speicher nicht. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Speicher auch bei Steckersolar von einer eingetragenen Elektrofachkraft beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen (Stand 06.03.2026). Die 3.500-W-Betriebsarten der Max AC erfordern einen eigenen Stromkreis mit Wieland-Stecker oder Festanschluss durch einen Elektriker. Die Landgerichte Bochum und Osnabrück haben 2026 entschieden, dass bestimmte Steckerspeicher ohne Leitungsüberlastungsschutz nicht als „Plug & Play“ oder „ohne Elektriker“ beworben werden dürfen; Hersteller nennt der Bericht nicht. Details zu den Regeln stehen im Ratgeber Balkonkraftwerk-Regeln.
Steuer, Einspeisung und Preisvergleich
Nach § 12 Abs. 3 UStG gilt seit 1. Januar 2023 ein Umsatzsteuersatz von 0 % für Speicher, die mit Solarmodulen erzeugten Strom speichern, sofern die Anlage auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes steht; bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gilt das als erfüllt. Laut BMF sind Speicher ab 5 kWh nutzbarer Kapazität pauschal begünstigt, kleinere nur, wenn sie ausschließlich Solarstrom speichern.
Zur Einspeisung: Laut Kabinettsentwurf vom 29.07.2026 soll das EEG 2027 die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen beenden. Es ist ein Entwurf und noch nicht beschlossen: Erste Lesung im Bundestag war am 24.09.2026, der Bundesrat hat am 25.09.2026 Änderungen gefordert, die Bundesregierung hat diese in ihrer Gegenäußerung zurückgewiesen. Es folgen Beschluss im Bundestag, zweiter Durchgang im Bundesrat und Inkrafttreten (Stand: 02.10.2026).
Vergleichen Sie Angebote mit gleichem Lieferumfang: mit oder ohne Erweiterungsakku, Smart Meter und Wieland-Anschluss. Ob sich ein Speicher für Sie rechnet, prüfen Sie mit dem Speicher-Rechner.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Anker SOLIX AC Speicher und der Solarbank Pro?
Laut Anker kann die Solarbank 2 E1600 AC im Tageszeit-Tarif- oder Backup-Modus aus dem Netz laden; an ihre netzunabhängige Steckdose lässt sich ein vorhandener Mikrowechselrichter anschließen. Die Solarbank 2 E1600 Pro kann nicht aus dem Netz laden, ihre netzunabhängige Steckdose gibt nur Strom ab.
Kann ich die Solarbank Max AC mit einer Anlage eines anderen Herstellers kombinieren?
Ja, Anker hat die Solarbank Max AC für die Nachrüstung bestehender Dachanlagen ohne Tausch des vorhandenen Wechselrichters vorgestellt. Für die Regelung nach dem Hausverbrauch nutzt sie einen kompatiblen Zähler-Sensor, etwa ein Anker Smart Meter oder Shelly 3EM bzw. Pro 3EM.
Darf ich einen Anker AC Speicher einfach in die Steckdose stecken?
Bei der Solarbank Max AC ist die Schuko-Einspeisung ab Werk auf 800 W begrenzt, die Solarbank 2 E1600 AC gibt 800 W ans Hausnetz ab. Speicher fallen aber nicht unter die vereinfachten Steckersolar-Regeln: Laut Verbraucherzentrale meldet sie eine eingetragene Elektrofachkraft beim Netzbetreiber an. Die 3.500 W der Max AC erfordern einen eigenen Stromkreis mit Wieland-Stecker oder Festanschluss durch einen Elektriker.
Gibt es unabhängige Tests der Anker-AC-Modelle?
Unter den namentlich genannten Herstellern der Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin war Anker nicht (zwei der zehn Hersteller blieben anonym). Uns sind keine unabhängigen Labortests der beiden AC-Modelle bekannt; achten Sie daher auf die Herstellerangaben und Zertifikate.
Quellen
- Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh) – Anker SOLIX, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Anker SOLIX Solarbank Max AC – Anker SOLIX, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Anker Solix stellt 7-Kilowattstunden-Plug-in-Heimspeicher zur Nachrüstung von bestehenden Photovoltaik-Dachanlagen vor – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Balkonkraftwerke / Steckersolargeräte – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Gesetze und Normen für Steckersolar: Was gilt, was gilt noch nicht? – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Schuko-Stecker meistens ausreichend: VDE veröffentlicht Produktnorm für Stecker-Solar-Geräte – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Gerichte bestätigen Vertriebsverbot für bestimmte Plug-in-Speicher ohne Leitungsüberlastungsschutz – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 12 UStG Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- FAQ Photovoltaikanlagen – Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Kabinett beschließt Entwürfe zu EEG 2027 und Netzpaket – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- EEG-Novelle: Bundesrat fordert umfangreiche Änderungen – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Bundesregierung weist Bundesrats-Kritik an geplanter EEG-Novelle zurück – pv magazine Deutschland, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Stromspeicher-Inspektion 2026 – HTW Berlin, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026