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Kostal Speicher: Modelle & Preisvergleich

Wer einen Kostal Batteriespeicher 10 kW sucht, meint meist eines von zwei Dingen: einen Speicher mit rund 10 kWh Kapazität oder ein System, das die Batterie mit etwa 10 kW Leistung laden und entladen kann. Bei KOSTAL hängt beides zusammen, denn der Hersteller aus Hagen ist in erster Linie Wechselrichterspezialist: Die Batterie wird an einen Hybrid-Wechselrichter der Serie PLENTICORE angeschlossen. Inzwischen bietet KOSTAL mit dem HELIVOR HV auch einen eigenen Hochvolt-Speicher an, daneben gibt der Hersteller zahlreiche Batterien anderer Marken frei. Hier erfahren Sie, welche Modelle und Kapazitäten zur Wahl stehen und wovon die Lade- und Entladeleistung abhängt.

Preis (€)
Kapazität (kWh)

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KOSTAL HELIVOR HV: der hauseigene Kostal Speicher

Der Kostal Speicher HELIVOR HV ist eine modulare Hochvolt-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Laut Datenblatt (Stand 10/2025) wird sie von ZYC Energy entwickelt und gefertigt und auf die KOSTAL-Wechselrichter abgestimmt; Service, Support und die Produktgarantie übernimmt die KOSTAL Solar Electric GmbH. Jedes Modul hat 3,2 kWh bei 64 V, pro Turm sind 2 bis 9 Module möglich.

Ausbaustufe Module Nutzbar (100 % DoD) Nennspannung Gewicht
HELIVOR HV 6.4 2 6,4 kWh 128 V 93 kg
HELIVOR HV 9.6 3 9,6 kWh 192 V 129 kg
HELIVOR HV 12.8 4 12,8 kWh 256 V 166 kg
HELIVOR HV 16 5 16,0 kWh 320 V 202 kg
HELIVOR HV 19.2 6 19,2 kWh 384 V 238 kg
HELIVOR HV 28.8 9 28,8 kWh 576 V 348 kg

Weitere Kennwerte laut Hersteller: maximaler Lade- und Entladestrom 50 A, Zykluswirkungsgrad mindestens 96 %, Laden ab −10 °C, Schutzart IP65 für Innen- und Außenaufstellung, Kommunikation per RS485 und 10 Jahre Garantie, die ohne Registrierung gilt. Über eine Combiner-Box lassen sich bis zu acht Türme parallel schalten (bis 230,4 kWh). Kompatibel ist der HELIVOR HV laut KOSTAL mit den Wechselrichtern PLENTICORE G3, PLENTICORE MP und PLENTICORE plus G2, nicht aber mit der ersten PLENTICORE-Generation.

Kapazität oder Leistung: was „10 kW“ beim Kostal Batteriespeicher bedeutet

Die Kapazität in kWh gibt an, wie viel Energie die Batterie speichert. Die Leistung in kW bestimmt, wie schnell sie geladen und entladen wird. Wer abends mehrere große Verbraucher gleichzeitig betreibt, profitiert eher von mehr Leistung.

Bei einem Hochvoltspeicher ergibt sich die Leistung vereinfacht aus Batteriespannung mal Strom. Der Batterieeingang des PLENTICORE G3 verträgt laut Datenblatt 30 A in den Leistungsklassen M und L, in der Klasse S 17 A. Rechnerisch (Nennspannung × 30 A) kommt ein HELIVOR HV mit 9,6 kWh damit auf rund 5,8 kW, die 12,8-kWh-Variante auf rund 7,7 kW und die 16-kWh-Variante auf rund 9,6 kW. Für eine Batterieleistung im Bereich von 10 kW braucht es also eher eine Ausbaustufe ab etwa 16 kWh und einen PLENTICORE G3 der Klasse M oder L. Begrenzend wirkt zusätzlich die maximale Batterieleistung des Wechselrichters: KOSTAL nennt 6 bis 8,25 kW für die Klasse S, 12,75 bis 13,5 kW für M und 21 kW für L. Die genaue Auslegung sollte Ihr Installateur übernehmen. Allgemeine Informationen zu dieser Größe finden Sie unter Speicher mit 10 kWh.

Freigegebene Batterien anderer Hersteller

Neben dem HELIVOR HV führt die KOSTAL-Liste „Freigegebene Batterien für PLENTICORE“ (Version 08/2026) zahlreiche Fremdspeicher. Dazu gehören unter anderem:

  • BYD: Battery-Box Premium HVS (5,1 bis 12,8 kWh) und HVM (8,3 bis 22,1 kWh), außerdem HVS+, HVM+ sowie HVB (8,9 bis 29,7 kWh)
  • Dyness: Tower, Tower Pro sowie Stack100 / Stack100 Pro
  • Pylontech: Force H1, H2 und H3
  • AXITEC: AXIstorage Li SH und Li SVx
  • LG: RESU FLEX (8,6 bis 17,2 kWh)
  • VARTA: VARTA.wall BM1 und BM2
  • ZYC: SIMPO HV sowie BMZ Hyperion

Die Freigaben unterscheiden sich je nach Wechselrichter-Generation. Für einige Kombinationen nennt KOSTAL Mindest-Softwarestände oder Einschränkungen, etwa eine geringere Lade- und Entladeleistung der BYD HVM 11.0 und 13.8 am PLENTICORE plus und am PLENTICORE BI 5.5/13, weil diese Varianten eine relativ niedrige Batteriespannung haben. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf die aktuelle Liste.

Die Systembasis: PLENTICORE G3 und Energiezähler

Herzstück jedes KOSTAL-Speichersystems ist der Hybrid-Wechselrichter PLENTICORE G3. Der Batterieeingang ist dort optional und wird kostenpflichtig freigeschaltet; dasselbe gilt für Leistungserweiterungen innerhalb der Klassen S (4 bis 7 kW), M (8,5 bis 12,5 kW) und L (15 bis 20 kW). Mit einer externen Umschalteinrichtung ist der Wechselrichter ersatzstromfähig. Für die Eigenverbrauchsregelung benötigt das System einen freigegebenen Energiezähler, typischerweise den KOSTAL Smart Energy Meter.

Besitzer älterer KOSTAL-Wechselrichter prüfen vorab die Freigabeliste; mehr dazu unter Speicher nachrüsten. Weitere Geräte: KOSTAL Wechselrichter und KOSTAL Wallbox.

Tipps für den Vergleich der Angebote

  • Vollständiges System vergleichen: Ein Batteriepreis allein sagt wenig. Prüfen Sie, ob Wechselrichter-Freischaltung (Batterieeingang), Energiezähler, Base/BMS und Montage enthalten sind.
  • Mehrwertsteuer: Lieferung und Installation von Speichern, die Solarstrom speichern, sind nach § 12 Abs. 3 UStG mit 0 % Umsatzsteuer belegt, wenn die Anlage auf oder nahe einem Wohngebäude installiert ist; bei bis zu 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt.
  • Steuerbarkeit: KOSTAL weist darauf hin, dass bestimmte Wechselrichter-Batterie-Kombinationen in Deutschland wegen § 14a EnWG extern steuerbar sein müssen, damit die mögliche Ladeleistung der Batterie aus dem Netz begrenzt werden kann.

Alle aktuellen Angebote finden Sie unter Angebote, Speicher anderer Hersteller in der Kategorie Stromspeicher. Mehr über das Unternehmen lesen Sie auf der Markenseite KOSTAL.

Häufige Fragen

Baut KOSTAL eigene Batteriespeicher?

Ja. Mit dem HELIVOR HV vertreibt KOSTAL einen eigenen Hochvolt-Speicher, den ZYC Energy entwickelt und fertigt; Service und die 10-jährige Garantie übernimmt KOSTAL. Zusätzlich gibt KOSTAL Batterien anderer Hersteller wie BYD, Dyness, Pylontech, LG und VARTA frei.

Welcher Kostal Speicher hat rund 10 kWh?

Beim HELIVOR HV entspricht die Ausbaustufe mit drei Modulen 9,6 kWh nutzbarer Kapazität, mit vier Modulen 12,8 kWh. Von den freigegebenen Fremdspeichern liegt zum Beispiel die BYD Battery-Box Premium HVS 10.2 in diesem Bereich.

Erreicht ein Kostal Batteriespeicher 10 kW Ladeleistung?

Das hängt vom Wechselrichter und der Batteriespannung ab. Der PLENTICORE G3 erlaubt in den Klassen M und L bis 30 A am Batterieeingang. Rechnerisch reicht das bei einem HELIVOR HV ab etwa 16 kWh (320 V Nennspannung) für rund 9,6 kW; größere Ausbaustufen liegen darüber. Die Klasse S ist auf 17 A begrenzt.

Passt der HELIVOR HV an meinen älteren PLENTICORE plus?

Laut KOSTAL ist der HELIVOR HV mit PLENTICORE G3, PLENTICORE MP und PLENTICORE plus G2 kompatibel. An einem PLENTICORE der ersten Generation ist der Anschluss technisch nicht möglich. Für die G2 nennt die Freigabeliste eine Wechselrichter-Software neuer als Version 2.21 (beim G3 neuer als 3.06.03).

Kann ich den Kostal Speicher später erweitern?

Ja. Ein HELIVOR-HV-Turm lässt sich von 2 auf bis zu 9 Module (28,8 kWh) aufstocken. Mit der Combiner-Box SCB3-50 oder SCB8-50 können bis zu drei bzw. acht Türme parallel betrieben werden.

Quellen

  1. KOSTAL HELIVOR HV Datenblatt (10/2025) – KOSTAL Solar Electric GmbH, abgerufen am 04. Oktober 2026
  2. HELIVOR HV – Flexibler Hochvolt-Energiespeicher von KOSTAL – KOSTAL Solar Electric GmbH, abgerufen am 04. Oktober 2026
  3. Freigegebene Batterien für PLENTICORE (Version 08/2026) – KOSTAL Solar Electric GmbH, abgerufen am 04. Oktober 2026
  4. PLENTICORE G3 Datenblatt – KOSTAL Solar Electric GmbH, abgerufen am 04. Oktober 2026
  5. § 12 UStG – Steuersätze – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 04. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026