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Kostal Wallbox (Enector): Modelle & Preisvergleich

Eine Kostal Wallbox trägt den Namen ENECTOR und ist als Systemlader für Haushalte gedacht, die ihr Elektroauto mit Strom vom eigenen Dach laden möchten. Der Wechselrichterhersteller KOSTAL Solar Electric bietet die Ladestation in zwei Generationen an: den ENECTOR (G1) in den Varianten AC 3.7/11 und AC 7.4 sowie den neuen ENECTOR G2, den KOSTAL derzeit als „Coming soon“ ankündigt und zusätzlich als MID-Variante für Dienstwagen vorsieht. Auf dieser Seite finden Sie die Unterschiede der Modelle, die Voraussetzungen für das PV-Überschussladen und Hinweise zur Anmeldung beim Netzbetreiber. Die aktuellen Angebote der Shops vergleichen Sie im Preisvergleich dieser Seite.

Preis (€)
Leistung (kW)

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Kostal ENECTOR: die Modelle im Überblick

KOSTAL führt auf seiner Wallbox-Übersicht derzeit drei Ausführungen (Stand: 10/2026). Alle laden über ein fest angeschlossenes 7,5 m langes Typ-2-Kabel und sind für die Montage innen und außen vorgesehen.

Modell Ladeleistung Phasen Besonderheit
ENECTOR AC 3.7/11 (G1) 3,7 kW einphasig, 11 kW dreiphasig 1- oder 3-phasig, bis 16 A je Phase Komfortfunktionen per Aktivierungscode
ENECTOR AC 7.4 (G1) bis 7,4 kW einphasig, bis 32 A für einphasige Anschlüsse
ENECTOR G2 bis 11 kW 1- und 3-phasiges Laden Komfortfunktion ab Werk freigeschaltet
ENECTOR G2 MID bis 11 kW automatische Phasenumschaltung integrierter MID-Zähler, OCPP 1.6

Den ENECTOR G2 kündigt KOSTAL auf der Produktseite als „Coming soon“ an; prüfen Sie daher vor der Bestellung die Lieferbarkeit beim Fachpartner. Den ENECTOR G1 gibt KOSTAL als in ausreichender Menge über Fachpartner und Installateure verfügbar an. Wallboxen anderer Hersteller vergleichen Sie in der Kategorie Wallboxen.

ENECTOR G1: Solar-Lademodi über den Smart Energy Meter

Der ENECTOR der ersten Generation ist selbst nicht im LAN oder WLAN eingebunden. Er kommuniziert über den KOSTAL Smart Energy Meter, der im Heimnetz hängt. Erst der Aktivierungscode „ENECTOR“ schaltet die Komfortfunktionen frei, also Visualisierung und Steuerung in der KOSTAL Solar App sowie die Lademodi:

  • Power Mode: Laden mit der maximal verfügbaren Leistung.
  • Lock Mode: sperrt die Ladefunktion gegen ungewollte Nutzung.
  • Solar Pure Mode: lädt ausschließlich mit Solarstrom-Überschuss.
  • Solar Plus Mode: passt die Ladeleistung an, um den Netzbezug zu minimieren.
  • Time Mode: plant für jede Stunde des Tages einen der vier Modi, gesteuert über den Webserver des Smart Energy Meters.

Laut KOSTAL startet der Ladevorgang bei einphasigen Fahrzeugen ab 1,4 kW Überschuss und steigt bis 3,7 kW; bei dreiphasiger Ladung beginnt die Wallbox bei 4,1 kW und regelt bis 11 kW hoch. Die optimale Ladesteuerung erreicht der ENECTOR laut Hersteller in Kommunikation mit dem Wechselrichter PLENTICORE plus. Zur Sicherheit verfügt der ENECTOR über eine eingebaute DC-Fehlerstrom-Überwachung und eine Temperaturüberwachung; der Smart Energy Meter schützt während des Ladens zusätzlich den Hausanschlusspunkt vor Überlast. Mit der KOSTAL Smart Warranty verlängert sich die Garantie nach Registrierung kostenfrei auf fünf Jahre.

ENECTOR G2 und G2 MID: die zweite Generation

Mit dem ENECTOR G2 verzichtet KOSTAL auf den separaten Aktivierungscode: Die Komfortfunktion ist ab Werk oder per Update freigeschaltet. Die Wallbox passt die Ladeleistung automatisch an den verfügbaren PV-Überschuss an, kann ein- und dreiphasig laden und lässt sich per App oder direkt am Gerät bedienen. Für das PV-optimierte Laden kommuniziert sie direkt mit dem Wechselrichter PLENTICORE G3 oder mit dem KOSTAL Smart Energy Meter G2. In dieser Kombination erkennt das System laut Hersteller auch eine unzulässige Netzbelastung und passt den Ladevorgang an oder stoppt ihn. Zudem kann der ENECTOR G2 bei Bedarf gezielt in günstigen Stromzeiten aus dem Netz laden.

Die Variante ENECTOR G2 MID richtet sich an alle, die einen elektrischen Dienstwagen zu Hause laden. Der integrierte MID-Zähler erfasst die geladenen Kilowattstunden geeicht und manipulationssicher, sodass Sie die Strommengen gegenüber dem Arbeitgeber nachweisen können. Über OCPP 1.6 ist laut KOSTAL eine optionale Anbindung an ein Abrechnungsbackend möglich. Für rein private Ladevorgänge genügt die Standardvariante.

Für wen sich die ENECTOR-Wallbox eignet

Die Stärke der ENECTOR-Reihe ist das Zusammenspiel mit anderen KOSTAL-Komponenten. Wenn bereits ein KOSTAL-Wechselrichter auf dem Dach arbeitet oder Sie eine neue Anlage mit KOSTAL-Wechselrichter und KOSTAL-Batteriespeicher planen, lässt sich das Überschussladen ohne Fremdsystem einrichten. Für Anlagen anderer Hersteller sind Wallboxen mit eigener Energiemanagement-Schnittstelle meist die einfachere Wahl, etwa die Systeme von Fronius oder Anker.

Unabhängig von der Marke gilt: Eine Wallbox müssen Sie nach § 19 Abs. 2 der Niederspannungsanschlussverordnung vor der Inbetriebnahme Ihrem Netzbetreiber mitteilen. Eine vorherige Zustimmung ist erst nötig, wenn die Summen-Bemessungsleistung der Ladeeinrichtungen 12 kVA je elektrischer Anlage überschreitet; eine 11-kW-Wallbox wie der ENECTOR liegt darunter. Wie sich Ladestationen dieser Leistungsklasse grundsätzlich unterscheiden, lesen Sie auf der Seite Wallboxen mit 11 kW. Mehr zum Hersteller finden Sie auf der Markenseite KOSTAL.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kostal ENECTOR G1 und G2?

Der ENECTOR G1 benötigt für App-Steuerung und Solar-Lademodi den Aktivierungscode „ENECTOR“ und kommuniziert über den KOSTAL Smart Energy Meter. Beim ENECTOR G2 ist die Komfortfunktion laut KOSTAL ab Werk oder per Update freigeschaltet, und die Wallbox arbeitet direkt mit dem PLENTICORE G3 oder dem Smart Energy Meter G2 zusammen. Zudem gibt es den G2 als MID-Variante für Dienstwagen.

Funktioniert die Kostal Wallbox ohne KOSTAL-Wechselrichter?

Ja, laden können Sie mit dem ENECTOR laut KOSTAL mit oder ohne Solaranlage. Für das PV-Überschussladen setzt KOSTAL jedoch eigene Komponenten voraus: beim G1 den KOSTAL Smart Energy Meter, beim G2 den PLENTICORE G3 oder den Smart Energy Meter G2.

Hat die Kostal ENECTOR WLAN?

Der ENECTOR G1 ist selbst nicht ins LAN oder WLAN eingebunden. Daten und Steuerung laufen über den KOSTAL Smart Energy Meter im Heimnetz, die Verbindung zur Wallbox erfolgt über RS485. Der ENECTOR G2 lässt sich laut KOSTAL per KOSTAL Solar App oder direkt am Gerät bedienen.

Muss ich die Kostal Wallbox anmelden?

Ja. Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge sind nach § 19 Abs. 2 NAV dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitzuteilen. Eine Zustimmung des Netzbetreibers ist zusätzlich erforderlich, wenn die Summen-Bemessungsleistung 12 kVA je elektrischer Anlage überschreitet. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der installierende Elektrofachbetrieb.

Wie lang ist das Ladekabel der Kostal ENECTOR?

Alle ENECTOR-Modelle werden mit einem fest angeschlossenen, 7,5 m langen Ladekabel mit Typ-2-Stecker ausgeliefert.

Quellen

  1. KOSTAL Wallbox – KOSTAL Solar Electric, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. ENECTOR G1 – KOSTAL Solar Electric, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. ENECTOR G2 Wallbox – KOSTAL Solar Electric, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. KOSTAL Wallbox ENECTOR G2 MID – KOSTAL Solar Electric, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. § 19 Niederspannungsanschlussverordnung – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026