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Fronius Wattpilot: Modelle & Preisvergleich

Eine Fronius Wallbox 22kW oder 11 kW trägt den Namen Wattpilot. Der Wechselrichterhersteller Fronius bietet seine Ladestationen in mehreren Linien an: als fest installierten Wattpilot Home, als mobilen Wattpilot Go mit CEE-Stecker und als neueren Wattpilot Flex mit fest angeschlagenem Ladekabel. Gemeinsam ist allen Modellen, dass sie überschüssigen Solarstrom ins Elektroauto laden können und dafür automatisch zwischen ein- und dreiphasigem Laden umschalten. Hier finden Sie die Datenblattwerte der einzelnen Varianten, die Unterschiede zwischen 11 und 22 kW und Hinweise, worauf Sie beim Vergleich von Angeboten achten sollten.

Preis (€)
Leistung (kW)

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Fronius Wattpilot: die Modelllinien im Überblick

Die folgenden Werte stammen aus den technischen Daten auf der deutschen Fronius-Website (abgerufen am 02.10.2026):

Modell Max. Leistung 3-phasig Max. Leistung 1-phasig Ladestrom Anschluss am Auto Netzanschluss
Wattpilot Home 11 J 11 kW 3.680 W 6–16 A Typ-2-Dose fest, 5-poliges Kabel
Wattpilot Home 22 J 22 kW 7.360 W 6–32 A Typ-2-Dose fest
Wattpilot Go 22 J 22 kW 7.360 W 6–32 A Typ-2-Dose CEE32-Stecker, Adapter optional
Wattpilot Flex Home / Flex Pro 11 kW (22-kW-Variante angekündigt) – – 6 m Kabel mit Typ-2-Stecker fest

Alle Home- und Go-Modelle sind nach IP65 geschützt, für −25 bis +40 °C ausgelegt, haben eine Fehlerstromerkennung mit 20 mA AC und 6 mA DC, verbinden sich per WLAN und unterstützen das Protokoll OCPP 1.6 J. Beim Home und Go bringen Sie also Ihr eigenes Ladekabel mit, beim Flex ist es fest angeschlagen. Eine herstellerübergreifende Übersicht finden Sie unter Wallboxen.

Wattpilot Home 11 J: die 11-kW-Variante

Der Wattpilot Home 11 J ist die kleinere fest installierte Version. Laut Fronius lädt er dreiphasig mit bis zu 11 kW und einphasig mit bis zu 3.680 W; der Ladestrom lässt sich zwischen 6 und 16 A einstellen. Das Gerät misst 155 × 287 × 109 mm, wiegt 1,85 kg und wird über ein 5-poliges Kabel mit 2,5 mm² Querschnitt angeschlossen. Die dynamische PV-Überschussladung arbeitet laut Datenblatt zwischen 1,38 und 11 kW mit automatischer Umschaltung zwischen einer und drei Phasen.

Laut ADAC reicht eine 11-kW-Wallbox für die meisten Privathaushalte aus. Unterstützt der Bordlader Ihres Autos höchstens 16 A, ist 11 kW ohnehin die maximal nutzbare Leistung. Welche Modelle anderer Hersteller in dieser Klasse infrage kommen, zeigt die Seite Wallbox mit 11 kW.

Fronius Wattpilot Home 22 J: die 22-kW-Variante

Die Fronius Wattpilot Home 22 J liefert laut Datenblatt dreiphasig bis zu 22 kW und einphasig bis zu 7.360 W bei einem einstellbaren Ladestrom von 6 bis 32 A. Abmessungen und Schutzart entsprechen der 11-kW-Version, das Gewicht liegt bei 2,26 kg, der Anschlussquerschnitt bei 6 mm².

Bevor Sie sich für 22 kW entscheiden, sollten Sie zwei Dinge prüfen:

  • Bordlader: Laut ADAC schöpft ein Auto eine 22-kW-Wallbox nur aus, wenn sein Bordlader bis zu 32 A verarbeiten kann. Ist er auf 16 A begrenzt, reicht eine 11-kW-Box.
  • Genehmigung: Ladeeinrichtungen über 12 kVA brauchen laut Bundesnetzagentur die Zustimmung des Netzbetreibers. Eine 11-kW-Wallbox muss dagegen nur vor der Inbetriebnahme angemeldet werden.

Die mobile Variante Wattpilot Go 22 J hat dieselbe Ladeleistung, wird aber über einen roten CEE32-Stecker angeschlossen und kann laut Fronius mit optionalen Adaptern auch an CEE16- oder Schutzkontaktsteckdosen betrieben werden, dann mit entsprechend geringerer Leistung. Mehr zur Leistungsklasse lesen Sie unter Wallbox mit 22 kW.

Wattpilot Flex: neue Linie mit festem Ladekabel

Der Wattpilot Flex ist die neuere Wallbox-Generation von Fronius. Laut Hersteller gibt es ihn als Flex Home für private Nutzer und als Flex Pro mit integriertem, MID-konformem Stromzähler, etwa für die Abrechnung eines Dienstwagens. Beide haben ein 6 m langes Kabel mit Typ-2-Stecker, LAN und WLAN, RFID-Nutzerprofile und die App Solar.wattpilot. Auch der Flex schaltet automatisch zwischen ein- und dreiphasigem Laden um und nutzt PV-Überschuss von 1,38 bis 11 bzw. 22 kW. Fronius weist darauf hin, dass für das Überschussladen zusätzliche Komponenten nötig sind. Erhältlich ist der Flex laut Produktseite (Stand 02.10.2026) zunächst mit 11 kW; Informationen zur Verfügbarkeit der 22-kW-Variante will Fronius nachreichen.

Einbindung in die PV-Anlage und Regeln des Netzbetreibers

Ihre volle Stärke spielt eine Fronius-Wallbox in einer Anlage aus, die den aktuellen Überschuss kennt. Dazu wird am Netzanschlusspunkt gemessen, etwa mit dem Fronius Smart Meter. Passende Hybrid-Wechselrichter finden Sie unter Fronius Wechselrichter und auf der Seite Fronius Symo GEN24 Plus, Batterien unter Fronius Speicher. Wer zusätzlich Warmwasser mit Solarstrom bereiten möchte, findet dazu den Fronius Ohmpilot.

Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf die Leistung im Bedarfsfall bis auf 4,2 kW reduzieren, im Gegenzug zahlen Sie ermäßigte Netzentgelte. Die Installation muss ein im Installateurverzeichnis eingetragener Fachbetrieb übernehmen. Weitere Produkte des Herstellers finden Sie unter Fronius.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fronius Wattpilot Home und Go?

Der Wattpilot Home wird fest an die Hausinstallation angeschlossen. Der Wattpilot Go hat laut Fronius einen CEE-Stecker (beim Go 22 J ein roter CEE32-Stecker) und lässt sich mit optionalen Adaptern auch an anderen Steckdosen betreiben. Ladeleistung, Schutzart IP65 und App-Anbindung sind vergleichbar.

Wie viel Leistung hat der Wattpilot Home 11 J einphasig?

Laut Fronius bis zu 3.680 W einphasig und bis zu 11 kW dreiphasig. Der Ladestrom ist zwischen 6 und 16 A einstellbar. Beim PV-Überschussladen schaltet die Wallbox automatisch zwischen einer und drei Phasen um und nutzt Überschüsse ab 1,38 kW.

Brauche ich für die Fronius Wattpilot Home 22 eine Genehmigung?

Ja. Ladeeinrichtungen mit mehr als 12 kVA brauchen laut Bundesnetzagentur die Zustimmung des Netzbetreibers, der innerhalb von zwei Monaten antworten muss. Wallboxen bis 11 kW müssen vor der Inbetriebnahme nur gemeldet werden.

Hat der Fronius Wattpilot ein Ladekabel?

Wattpilot Home und Go haben laut Fronius eine Typ-2-Dose, Sie benötigen also ein separates Ladekabel. Der Wattpilot Flex hat ein fest angeschlagenes 6-m-Kabel mit Typ-2-Stecker; er ist laut Fronius derzeit mit 11 kW erhältlich.

Kann der Netzbetreiber meine Fronius-Wallbox drosseln?

Für Wallboxen über 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, gilt § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf die Leistung bei drohender Netzüberlastung bis auf 4,2 kW reduzieren; dafür erhalten Sie reduzierte Netzentgelte nach einem von drei Modulen.

Quellen

  1. Wattpilot Home 11 J – Technische Daten – Fronius International, abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. Wattpilot Home 22 J – Technische Daten – Fronius International, abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. Wattpilot Go 22 J – Technische Daten – Fronius International, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. Wattpilot Flex – die Ladestation für Elektroautos – Fronius International, abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. Wallbox – häufige Fragen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
  7. Wallbox: 11 oder 22 kW? – ADAC, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026