Anker Wallbox: Modelle & Preisvergleich
Die Anker Wallbox trägt offiziell den Namen Anker SOLIX V1 Smart EV Charger und ist die erste Ladestation für Elektroautos aus dem Solar-Ökosystem von Anker SOLIX. Laut Hersteller gibt es sie in drei Leistungsstufen (7,4, 11 und 22 kW) und jeweils als Variante mit fest angeschlagenem Kabel oder mit Typ-2-Steckdose. Auf dieser Seite erfahren Sie, worin sich die Ausführungen unterscheiden, welche Smart-Funktionen die V1 mitbringt, was bei Installation und Netzanmeldung gilt und wie Sie die Angebote verschiedener Shops im Preisvergleich gegenüberstellen.
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Die Varianten der V1 im Überblick
Anker unterscheidet die V1 nach Anschlussleistung und Bauform. Alle Werte stammen von der deutschen Produktseite des Herstellers (Stand: 10/2026):
| Leistung | Anschluss | Nennstrom | Gewicht Steckdosenversion | Gewicht Kabelversion |
|---|---|---|---|---|
| 7,4 kW | einphasig, 230 V | 32 A | 2,43 kg | 4,65 kg |
| 11 kW | dreiphasig, 400 V | 16 A | 2,68 kg | 4,95 kg |
| 22 kW | dreiphasig, 400 V | 32 A | 2,68 kg | 4,95 kg |
Alle Ausführungen haben einen Typ-2-Fahrzeuganschluss und erreichen die Stoßfestigkeit IK10. Die Steckdosenversion misst 211 × 360 × 125 mm (B × H × T) und ist nach IP55 geschützt, die Kabelversion misst 211 × 360 × 120 mm, ist nach IP65 geschützt und hat ein 5 m langes Ladekabel. Anker gewährt drei Jahre Garantie und nennt eine Produktlebensdauer von acht Jahren.
Ob Kabel oder Steckdose besser passt, ist vor allem eine Komfortfrage: Mit fest angeschlagenem Kabel entfällt das Hantieren mit dem eigenen Ladekabel, die Steckdosenvariante ist flexibler, wenn mehrere Fahrzeuge mit unterschiedlichen Kabeln laden. Einen herstellerübergreifenden Überblick bietet unsere Kategorie Wallboxen.
Anker Wallbox 11 kW: die übliche Wahl fürs Eigenheim
Die Anker Wallbox 11kW lädt dreiphasig mit 16 A an 400 V. Diese Leistungsklasse ist in Deutschland verbreitet, weil viele Elektroautos ohnehin nur mit bis zu 11 kW Wechselstrom laden und die Anmeldung beim Netzbetreiber einfacher ist (siehe unten). Weitere Modelle dieser Klasse finden Sie unter Wallboxen mit 11 kW.
Die 22-kW-Variante nutzt 32 A pro Phase. Sinnvoll ist sie nur, wenn Ihr Fahrzeug tatsächlich mit 22 kW AC laden kann und der Hausanschluss das hergibt. Vergleichsmodelle stehen auf der Seite Wallboxen mit 22 kW. Die einphasige 7,4-kW-Version ist für Häuser oder Garagen gedacht, in denen nur ein einphasiger Anschluss verfügbar ist.
Smart-Funktionen und Zusammenspiel mit Anker-Speichern
Anker vermarktet die V1 vor allem über ihre Software. Laut Hersteller bietet sie:
- PV-Überschussladen: Die Wallbox nutzt überschüssigen Solarstrom und zeigt den Ladevorgang live in der App.
- Dynamisches Lastmanagement: in Kombination mit dem Anker Smart Meter oder einem Shelly-Smart-Meter.
- Tarifoptimierung: Anker gibt an, dass die App mit mehr als 830 Stromanbietern zusammenarbeitet, um günstige Ladezeiten zu nutzen.
- Bedienung: App-Steuerung über die Cloud mit Bluetooth als Rückfallebene, Wischgesten am Gerät und eine per App gesteuerte Kabelverriegelung.
- Sicherheit: Temperatursensoren sowie eine Fehlerstromerkennung (Typ A und DC 6 mA).
Die größten Vorteile verspricht Anker in Verbindung mit eigenen Speichern wie dem Anker SOLIX X1; Details zu den Speichern des Herstellers finden Sie unter Anker Stromspeicher, das Gesamtsortiment auf der Markenseite Anker SOLIX. Das Technikportal Macerkopf hat die 7,4-kW-Kabelversion im September 2025 ausprobiert und hervorgehoben, dass die Wallbox auch ohne weitere Anker-Geräte funktioniert und RFID-Karten lokal speichert; die volle Ersparnis setze aber das Anker-Ökosystem voraus.
Installation, Anmeldung und Netzbetreiber
Eine Wallbox gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, die Zuleitung, Absicherung und Fehlerstromschutz plant. Zusätzlich gelten zwei Regeln:
- Mitteilungspflicht: Nach § 19 Abs. 2 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) müssen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge vor der Inbetriebnahme dem Netzbetreiber mitgeteilt werden. Übersteigt die Summen-Bemessungsleistung 12 kVA je elektrischer Anlage, braucht es außerdem die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers. Eine 11-kW-Box muss also nur gemeldet werden, eine 22-kW-Box muss genehmigt werden.
- Steuerbarkeit nach § 14a EnWG: Laut Bundesnetzagentur fallen private Wallboxen mit mehr als 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, unter die Regeln für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf den Bezug zeitweise auf bis zu 4,2 kW reduzieren; im Gegenzug erhalten Sie ermäßigte Netzentgelte (Module 1 bis 3).
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Netzbetreiber besondere Anforderungen an die Ansteuerung stellt, und klären Sie das mit dem Installationsbetrieb.
Angebote vergleichen
Die Preise der V1 unterscheiden sich je nach Shop, Leistungsstufe und Bauform. Die aktuellen Angebote zeigen wir oberhalb dieses Textes im Preisvergleich; achten Sie beim Vergleich darauf, dass Leistung (7,4, 11 oder 22 kW) und Variante (Kabel oder Steckdose) übereinstimmen. Andere Hersteller mit Fokus auf PV-Integration sind etwa Sungrow oder GoodWe. Wenn Sie zusätzlich Installation und Solaranlage anfragen möchten, nutzen Sie unsere Angebotsanfrage.
Häufige Fragen
Welche Leistung hat die Anker Wallbox 11kW genau?
Die 11-kW-Ausführung der Anker SOLIX V1 lädt dreiphasig mit 400 V und 16 A Nennstrom. Sie ist als Kabel- und als Steckdosenvariante mit Typ-2-Anschluss erhältlich.
Funktioniert die Anker SOLIX V1 auch ohne Anker-Speicher?
Ja. Die Wallbox lädt auch eigenständig; laut einem Praxisbericht von Macerkopf funktioniert sie ohne weitere Anker-Geräte und speichert RFID-Karten lokal, sodass das Laden auch offline startet. Für das dynamische Lastmanagement nennt Anker das Anker Smart Meter oder ein Shelly-Smart-Meter, und die beworbenen Einsparungen beziehen sich auf das Zusammenspiel mit dem eigenen Ökosystem.
Muss ich die Anker Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Ja. Nach § 19 Abs. 2 NAV ist jede Ladeeinrichtung für E-Autos vor der Inbetriebnahme mitzuteilen. Ab mehr als 12 kVA Summenleistung, also bei der 22-kW-Variante, ist zusätzlich die Zustimmung des Netzbetreibers nötig. Für Wallboxen über 4,2 kW gelten außerdem die Regeln des § 14a EnWG.
Wie lange gibt Anker Garantie auf die V1?
Anker nennt auf der Produktseite eine Garantie von drei Jahren und eine Lebensdauer von acht Jahren.
Kabel oder Steckdose: Welche Variante ist robuster?
Laut Hersteller ist die Kabelversion nach IP65 und die Steckdosenversion nach IP55 geschützt. Beide erreichen die Stoßfestigkeit IK10. Für Stellplätze im Freien bietet die Kabelvariante damit den höheren Schutz gegen Strahlwasser.
Quellen
- Anker SOLIX V1 Smartes Ladegerät für E-Autos – Anker SOLIX, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Anker SOLIX V1 EV-Charger im Test: smarte Wallbox kann überzeugen – Macerkopf, abgerufen am 02. Oktober 2026
- § 19 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Steuerbare Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG) – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026