GoodWe Wallbox: Modelle & Preisvergleich
Die GoodWe Wallbox heißt beim Hersteller HCA G2 und ist als Ergänzung zu den Hybrid-Wechselrichtern und Batteriespeichern von GoodWe gedacht. Die Serie gibt es in drei Leistungsstufen: einphasig mit 7 kW sowie dreiphasig mit 11 oder 22 kW. Alle Varianten können laut GoodWe mit Solarstrom laden, von drei- auf einphasiges Laden umschalten und den Hausverbrauch über einen dynamischen Lastausgleich berücksichtigen. Auf dieser Seite finden Sie die Datenblattwerte der drei Modelle, die Lademodi, Hinweise zur Installation und eine Übersicht, worauf Sie beim Vergleich von Händlerangeboten achten sollten.
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GoodWe HCA G2: die drei Modelle im Vergleich
Die Werte stammen aus dem deutschen Datenblatt der HCA-G2-Serie für die Region EMEA (Version vom März 2025, abgerufen am 02.10.2026):
| Modell | Netzanschluss | Nennleistung | Nennstrom | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| GW7K-HCA-20 | 230 V, einphasig | 7.000 W | 32 A | 5,6 kg |
| GW11K-HCA-20 | 400 V, dreiphasig | 11.000 W | 16 A | 5,6 kg |
| GW22K-HCA-20 | 400 V, dreiphasig | 22.000 W | 32 A | 7,1 kg |
Gemeinsam haben alle drei Modelle ein 7,5 m langes Ladekabel mit Typ-2-Stecker, die Schutzart IP66 (der Ladestecker selbst IP55), einen Betriebstemperaturbereich von −30 bis +50 °C und Abmessungen von 208 × 450 × 170 mm. Der Eigenverbrauch liegt laut Datenblatt unter 6,5 W. Zum Lieferumfang gehören zwei RFID-Karten. Eine herstellerübergreifende Übersicht finden Sie unter Wallboxen.
Lademodi und Solarstrom-Nutzung
GoodWe nennt im Datenblatt mehrere Betriebsarten, die Sie in der App SEMS+ einstellen:
- Schnellladen: volle Leistung, unabhängig vom Solarertrag.
- PV-Priorität: Das Auto wird vorrangig mit überschüssigem Solarstrom geladen.
- PV + Batterie: Neben dem Solarüberschuss kann auch der Heimspeicher zum Laden genutzt werden.
- Geplante Ladung: Laden zu festgelegten Zeiten.
- Dynamische Lastregelung: Die Wallbox überwacht den Verbrauch im Haus und passt die Ladeleistung an, damit der Hausanschluss nicht überlastet wird.
Die dreiphasigen Modelle können laut GoodWe auf einphasiges Laden umschalten. Das soll laut Hersteller eine möglichst vollständige Nutzung des Solarstroms ermöglichen, auch wenn der Überschuss gering ist. Gestartet wird ein Ladevorgang per App, per RFID-Karte oder automatisch beim Einstecken.
Einbindung in ein GoodWe-PV-System
Laut GoodWe kommuniziert die HCA G2 kabelgebunden mit den Wechselrichtern und Batterien des Herstellers; das Datenblatt nennt die Optimierung für GoodWe-Wechselrichter ausdrücklich. Als Schnittstellen sind Bluetooth, WLAN, LAN und zwei RS485-Anschlüsse aufgeführt, als Protokoll Modbus TCP, auf der Produktseite zusätzlich Modbus über RS485. Wer zunächst nur ein Elektroauto lädt und die PV-Anlage später plant, kann die Wallbox laut GoodWe auch ohne Wechselrichter betreiben und später einbinden.
Passende Hybrid-Wechselrichter finden Sie unter GoodWe Wechselrichter, etwa die GoodWe ET-Serie. Batterien des Herstellers stellt die Seite GoodWe Speicher vor, darunter die GoodWe Lynx Home. Weitere Produkte der Marke finden Sie unter GoodWe.
11 oder 22 kW: welche Variante passt?
Ob sich die 22-kW-Version lohnt, hängt vor allem vom Bordlader Ihres Autos ab. Laut ADAC reicht eine 11-kW-Wallbox für die meisten Privathaushalte aus; 22 kW kann ein Auto nur nutzen, wenn sein Bordlader bis zu 32 A aufnimmt. Hinzu kommt der Aufwand bei der Anmeldung: Ladeeinrichtungen über 12 kVA brauchen laut Bundesnetzagentur die Zustimmung des Netzbetreibers, eine 11-kW-Wallbox muss vor der Inbetriebnahme lediglich gemeldet werden. Die einphasige 7-kW-Variante kommt vor allem dort infrage, wo kein dreiphasiger Anschluss am Stellplatz liegt. Weil sie mit 32 A auf nur einer Phase lädt, sollte der Installateur vorab mit dem Netzbetreiber klären, ob diese einphasige Last an Ihrem Anschluss zulässig ist.
Vergleichbare Geräte anderer Hersteller finden Sie unter Wallbox mit 11 kW und Wallbox mit 22 kW.
Installation, § 14a EnWG und Angebotsvergleich
Für die Installation sind einige Punkte wichtig:
- Fehlerstromschutz: Die Wallbox erkennt laut Datenblatt Fehlerströme von 30 mA AC und 6 mA DC. Zusätzlich verlangt GoodWe einen externen Fehlerstromschutzschalter vom Typ A in der Zuleitung. Klären Sie, ob dieser im Angebot enthalten ist.
- Fachbetrieb: Die Installation muss laut Bundesnetzagentur ein im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragener Betrieb übernehmen.
- § 14a EnWG: Wallboxen mit mehr als 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, muss der Netzbetreiber im Bedarfsfall bis auf 4,2 kW drosseln können. Dafür erhalten Sie ermäßigte Netzentgelte. GoodWe bezeichnet die HCA G2 auf der Produktseite als §14a-konform.
Aktuelle Preise verschiedener Händler sehen Sie im Preisvergleich auf dieser Seite. Vergleichen Sie dabei stets das genaue Modell (GW7K, GW11K oder GW22K) und ob Montagezubehör wie der optionale Standfuß enthalten ist.
Häufige Fragen
Welche Leistungen gibt es bei der GoodWe Wallbox?
Die Serie HCA G2 gibt es laut GoodWe als GW7K-HCA-20 (7 kW, einphasig, 32 A), GW11K-HCA-20 (11 kW, dreiphasig, 16 A) und GW22K-HCA-20 (22 kW, dreiphasig, 32 A). Alle Modelle haben ein 7,5 m langes Kabel mit Typ-2-Stecker.
Kann die GoodWe Wallbox mit Solarstrom laden?
Ja. Das Datenblatt nennt die Modi PV-Priorität und PV + Batterie. Die dreiphasigen Modelle können auf einphasiges Laden umschalten, damit auch kleinere Solarüberschüsse genutzt werden. Eingestellt wird das in der App SEMS+.
Funktioniert die GoodWe Wallbox auch ohne GoodWe-Wechselrichter?
GoodWe beschreibt die Wallbox als kompatibel mit allen E-Auto-Marken und als Option für Haushalte, die eine PV-Anlage erst später nachrüsten. Für das Laden mit Solarüberschuss ist die Wallbox laut Datenblatt auf GoodWe-Wechselrichter optimiert; lassen Sie die Einbindung anderer Systeme vom Installateur prüfen.
Brauche ich für die GoodWe Wallbox einen zusätzlichen FI-Schutzschalter?
Ja. Laut Datenblatt ist ein externer Fehlerstromschutzschalter vom Typ A erforderlich. Die Wallbox selbst erkennt Fehlerströme von 30 mA AC und 6 mA DC.
Muss ich die GoodWe Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Ja. Jede Wallbox muss laut Bundesnetzagentur vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber gemeldet werden. Für das 22-kW-Modell, also über 12 kVA, brauchen Sie zusätzlich dessen Zustimmung.
Quellen
- HCA G2 Serie – AC EV Charger – GoodWe Technologies, abgerufen am 02. Oktober 2026
- HCA G2 Serie Datenblatt EMEA (DE) – GoodWe Technologies, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Wallbox – häufige Fragen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Steuerbare Verbrauchseinrichtungen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Wallbox: 11 oder 22 kW? – ADAC, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026