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Huawei Wallbox: Modelle & Preisvergleich

Wer eine Huawei Wallbox kaufen möchte, landet beim HUAWEI Smart Charger: Unter diesem Namen bietet die Sparte Huawei Digital Power ihre Ladestation für Elektroautos an, die sich in das FusionSolar-System aus Wechselrichter, Batteriespeicher und Energiemanager einfügt. Es gibt zwei Modelle – den einphasigen SCharger-7KS-S0 mit bis zu 7,4 kW und den dreiphasigen SCharger-22KT-S0 mit bis zu 22 kW. Auf dieser Seite lesen Sie, worin sich die beiden unterscheiden, wie das Laden mit Solarstrom funktioniert und was Sie bei Anmeldung und Installation beachten müssen. Die aktuellen Angebote der Shops finden Sie im Preisvergleich dieser Seite.

Preis (€)
Leistung (kW)

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Die Huawei Wallbox im Überblick: 7KS und 22KT

Die technischen Daten stammen von der deutschen Produktseite des Herstellers (abgerufen 10/2026):

Merkmal SCharger-7KS-S0 SCharger-22KT-S0
Ladeleistung (konfigurierbar) 1,4 bis 7,4 kW 1,4 bis 22 kW
Netz 230 V, einphasig 400 V, dreiphasig (auch einphasig nutzbar)
Nennstrom (konfigurierbar) 6 bis 32 A 6 bis 32 A
Fahrzeuganschluss Typ-2-Steckdose Typ-2-Steckdose
Gewicht 3 kg 3,1 kg

Gemeinsam sind beiden Modellen ein Gehäuse mit Schutzart IP54 und Stoßfestigkeit IK10 für innen und außen, Wi-Fi, Ethernet und Bluetooth, die Protokolle Modbus TCP und OCPP 1.6 sowie ein integrierter Fehlerstromschutz Typ A (30 mA) mit 6-mA-DC-Erkennung. Freischalten lässt sich das Laden per RFID-Karte (zwei liegen bei), App oder Bluetooth. Wichtig: Die Wallbox hat eine Typ-2-Steckdose und kein fest angeschlagenes Kabel; ein Ladekabel brauchen Sie also separat oder nutzen das Ihres Fahrzeugs. Laut Huawei wird OCPP nur für den privaten Gebrauch unterstützt, eine kommerzielle Abrechnung über OCPP ist nicht vorgesehen.

Welches Modell passt zu Ihrem Hausanschluss?

Das Modell 7KS ist für Häuser mit einphasiger Zuleitung gedacht oder für Fahrzeuge, die ohnehin nur einphasig laden. Für die meisten Einfamilienhäuser mit Drehstromanschluss ist der 22KT die flexiblere Wahl, denn der Nennstrom lässt sich zwischen 6 und 32 A einstellen. Bei 16 A je Phase entspricht das der verbreiteten 11-kW-Klasse; mehr zu den Unterschieden der Leistungsklassen lesen Sie unter 11-kW-Wallboxen und 22-kW-Wallboxen.

Rechtlich ist die Leistung relevant: Nach § 19 Abs. 2 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) müssen Sie jede Ladeeinrichtung vor der Inbetriebnahme dem Netzbetreiber melden. Liegt die Summen-Bemessungsleistung über 12 kVA – also etwa bei 22 kW –, ist zusätzlich die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers nötig, der sich innerhalb von zwei Monaten äußern muss. Außerdem gelten private Wallboxen mit mehr als 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb gehen, als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf ihren Strombezug bei drohender Netzüberlastung vorübergehend auf bis zu 4,2 kW drosseln, im Gegenzug sinken die Netzentgelte.

Laden mit Solarstrom im FusionSolar-System

Seine Stärke spielt der Smart Charger in einer Huawei-PV-Anlage aus. Im PV-Prioritätsmodus lädt die Wallbox bevorzugt mit Solarstrom; das dreiphasige Modell kann dafür laut Hersteller von drei- auf einphasiges Laden umschalten und schon ab 1,4 kW Ladeleistung starten. Zusätzlich passt der Charger die Ladeleistung dynamisch an Sonneneinstrahlung und den Verbrauch anderer Geräte an, damit der Hausanschluss nicht überlastet wird. Über die FusionSolar-App sehen Sie den Ladestatus in Echtzeit und können anderen Personen über deren Konto eine Ladeberechtigung erteilen.

Für ein übergreifendes Energiemanagement bietet Huawei den Energiemanager EMMA an. Laut Datenblatt verwaltet der EMMA-A02 bis zu zwei Smart Charger vom Typ SCharger-7KS/22KT-S0, dazu eine Wärmepumpe und Shelly-Geräte. Den Lademodus „Next Trip“ nennt Huawei in den technischen Daten der Wallbox nur in Verbindung mit dem Smart Assistant SA4H-A02, der zum Beispiel in der Huawei SmartGuard bereits integriert ist.

Typische Partner der Wallbox sind die Hybrid-Wechselrichter SUN2000-KTL-M1 und SUN2000-MB0 sowie die Speicher der LUNA2000-Reihe. Mehr dazu finden Sie unter Huawei Wechselrichter, Huawei Stromspeicher und Huawei Komplettanlagen.

Darauf sollten Sie vor dem Kauf achten

  • Kabel einplanen: Da der Smart Charger eine Steckdose statt eines festen Kabels hat, gehört ein passendes Typ-2-Ladekabel zur Kalkulation.
  • Installation: Eine Wallbox wird fest an das Hausnetz angeschlossen. Lassen Sie Montage, Zuleitung und Absicherung von einem Elektrofachbetrieb ausführen, der auch die Meldung beim Netzbetreiber übernimmt.
  • Systemfrage: Den vollen Funktionsumfang mit PV-Prioritätsmodus nutzen Sie innerhalb der Huawei-Welt. Wenn Ihre PV-Anlage von einem anderen Hersteller stammt, kann eine Wallbox mit offenen Schnittstellen oder ein Modell des Wechselrichterherstellers sinnvoller sein.
  • Betriebsbedingungen: Huawei nennt für den 22KT bei 32 A einen Betriebstemperaturbereich von −35 bis +40 °C, bei 16 A bis +50 °C.

Ladestationen anderer Hersteller vergleichen Sie in der Kategorie Wallboxen. Mehr über den Hersteller lesen Sie auf der Markenseite Huawei.

Häufige Fragen

Welche Huawei Wallbox gibt es?

Huawei bietet den Smart Charger in zwei Varianten an: den einphasigen SCharger-7KS-S0 mit 1,4 bis 7,4 kW und den dreiphasigen SCharger-22KT-S0 mit 1,4 bis 22 kW Ladeleistung. Beide haben eine Typ-2-Steckdose, IP54-Gehäuse, Wi-Fi, Ethernet und OCPP 1.6.

Hat die Huawei Wallbox ein Ladekabel?

Nein. Laut technischen Daten ist der Fahrzeuganschluss eine Typ-2-Steckdose. Sie benötigen daher ein separates Typ-2-Ladekabel, etwa das Kabel, das mit Ihrem Fahrzeug geliefert wurde.

Kann die Huawei Wallbox nur mit Solarstrom laden?

Im PV-Prioritätsmodus priorisiert der Smart Charger Solarstrom. Das dreiphasige Modell kann dabei auf einphasiges Laden umschalten und ab 1,4 kW laden, sodass auch kleinere Überschüsse genutzt werden. Voraussetzung ist die Einbindung in das Huawei-FusionSolar-System.

Muss ich eine Huawei Wallbox mit 22 kW genehmigen lassen?

Jede Wallbox muss nach § 19 Abs. 2 NAV vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber gemeldet werden. Bei mehr als 12 kVA Summen-Bemessungsleistung, also etwa bei 22 kW, ist zusätzlich die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.

Wie viele Huawei Wallboxen kann der EMMA steuern?

Laut Datenblatt verwaltet der Energiemanager EMMA-A02 bis zu zwei Smart Charger der Typen SCharger-7KS-S0 und SCharger-22KT-S0.

Quellen

  1. Smart Charger SCharger-7KS/22KT-S0 – Technische Daten – Huawei Digital Power (FusionSolar), abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. Smart Charger | Wallbox | HUAWEI FusionSolar – Huawei Digital Power (FusionSolar), abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. EMMA-A02 Datasheet – Huawei Digital Power, abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. HUAWEI SmartGuard-63A-T0/AUT0 – Huawei Digital Power (FusionSolar), abgerufen am 04. Oktober 2026
  5. § 19 NAV – Betrieb von elektrischen Anlagen, Verbrauchsgeräten und Ladeeinrichtungen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG) – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026

Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026