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Was zeigen die gestiegenen Zuschläge für Aufdach-Solaranlagen?

· Solaranlage kaufen Redaktion · 3 Min. Lesezeit

Zahlreiche blaue Photovoltaikanlagen auf einem großen Flachdach.
AleSpa / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Für Projektanbieter und Betreiber von Aufdach-Solaranlagen hat die Oktober-Ausschreibung eine erhöhte Gebotsmenge und eine annähernde Deckung des ausgeschriebenen Volumens gebracht. Oktober 2026 veröffentlicht.

Die Kennzahlen

"Der Umfang an eingereichten Geboten ist bei der Ausschreibung für Aufdach-Solaranlagen gegenüber der Vorrunde deutlich gestiegen. Das ausgeschriebene Volumen konnte annähernd gedeckt werden" — Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur

KennzahlWert
Ausgeschriebenes Volumen296 MW
Eingereichte Gebote177
Eingereichte Gebotsmenge347 MW
Gebotsmenge der Vorrunde im Juni 2026238 MW
Ausgeschlossene Gebote34 mit 58 MW
Bezuschlagte Gebote143 mit 288 MW
Mengengewichteter Zuschlagswert9,67 ct/kWh
Zuschlagswert der Vorrunde9,72 ct/kWh

Laut Bundesnetzagentur, wurden bei einem ausgeschriebenen Volumen von 296 MW insgesamt 177 Gebote mit einer Gebotsmenge von 347 MW eingereicht. In der Vorrunde im Juni 2026 waren es 238 MW gewesen.

34 Gebote mit einem Volumen von 58 MW mussten vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen werden. Bezuschlagt wurden 143 Gebote mit zusammen 288 MW.

Die ermittelten Zuschlagswerte reichen von 8,50 ct/kWh bis 10 ct/kWh. Der mengengewichtete Durchschnitt von 9,67 ct/kWh liegt damit auf dem Niveau der Vorrunde mit 9,72 ct/kWh.

Nordrhein-Westfalen erhielt mit 66 MW und 38 Zuschlägen das größte Volumen. Es folgten Hessen mit 30 MW und 11 Zuschlägen, Brandenburg mit 28 MW und 14 Zuschlägen, Niedersachsen mit 27 MW und 16 Zuschlägen sowie Rheinland-Pfalz mit 19 MW und 6 Zuschlägen.

Ein Bericht von PHOTON hält Vorzieheffekte für wahrscheinlich, weil weiterhin unklar ist, wie es mit dem EEG im nächsten Jahr weitergeht. Ein Beitrag von ecoreporter nennt als Grund für diese Unsicherheit, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027 noch nicht parlamentarisch beschlossen ist.

Neue Anlagen

Bei den Zuschlägen entfielen 24 Prozent des bezuschlagten Volumens auf Neuanlagen und 76 Prozent auf Bestandsanlagen, die eine Anschlussförderung erhalten. Die Bundesnetzagentur hält fest, dass der Umfang der Neuanlagen in den letzten Gebotsrunden spürbar gestiegen ist. Das Verfahren umfasst Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden.

Der ecoreporter nennt außerdem die VGP Renewable Energy Deutschland GmbH als Unternehmen mit den meisten Zuschlägen: Das Unternehmen erhielt elf Zuschläge. Zuschläge gingen unter anderem auch an zwei Greeno-Gesellschaften der Greenovative-Gruppe für zusammen 7,9 MW. Die Greeno-Projektgesellschaften hatten bereits in der vorherigen Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mehrere Zuschläge erhalten.

Für die Einordnung weiterer gesetzlicher Anforderungen bietet sich unser Beitrag zur Solarpflicht in Deutschland an. Wer die Anlage mit einem Speicher kombinieren möchte, findet ergänzende Hinweise in unserem Beitrag über Batteriespeicher-Betreiber.

Biomasse im Vergleich

Die zeitgleich ausgeschriebenen Biomasseanlagen wurden erneut unterzeichnet. Dafür wurden bei 617 MW ausgeschriebenem Volumen 328 Gebote mit einer Gebotsmenge von 442 MW eingereicht.

Wegen der Unterzeichnung reduzierte die Bundesnetzagentur das Ausschreibungsvolumen nach den gesetzlichen Vorgaben (energie-und-management.de). Zuschläge konnten daher nur für 80 Prozent des Volumens der zugelassenen Gebote erteilt werden. 244 Gebote erhielten einen Zuschlag von zusammen 319 MW, während 39 Gebote ausgeschlossen werden mussten.

Die Zuschlagswerte für Biomasse lagen zwischen 13,95 ct/kWh und 19,80 ct/kWh. Der mengengewichtete Durchschnitt betrug 18,75 ct/kWh. Niedersachsen lag mit 85 MW und 66 Zuschlägen vor Bayern mit 61 MW und 46 Zuschlägen. Es folgten Schleswig-Holstein mit 40 MW und 21 Zuschlägen sowie Nordrhein-Westfalen mit 33 MW und 15 Zuschlägen.

Einordnung für Betreiber

Bei den Aufdach-Solaranlagen stieg die eingereichte Gebotsmenge gegenüber der Vorrunde deutlich, während der durchschnittliche Zuschlagswert nahezu unverändert blieb (windmesse.de). Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller erklärte, das ausgeschriebene Volumen sei annähernd gedeckt worden; bei Biomasse lag das eingereichte Gebotsvolumen erneut unter dem Ausschreibungsvolumen.

Quellen

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