Die besten PV-Wallboxen
Welche ist die beste Wallbox, wenn das E-Auto möglichst mit Strom vom eigenen Dach fahren soll? Auf dieser Seite vergleichen wir Ladestationen, die PV-Überschussladen unterstützen, also die Ladeleistung automatisch an den gerade verfügbaren Solarstrom anpassen. Wir testen selbst nicht. Grundlage sind Herstellerdatenblätter, veröffentlichte Prüfungen unabhängiger Stellen und die aktuellen Angebotsdaten. Die Reihenfolge der Kandidaten wird monatlich aus diesen Daten neu berechnet, bezahlte Platzierungen fließen nicht ein. Einen Überblick über Ladeleistung, Anmeldung und Installation finden Sie im Wallbox-Ratgeber.
So bewerten wir
- PV-Funktionen & Ladeleistung (35 %): Maximale Ladeleistung, automatische 1-/3-Phasenumschaltung, minimale Ladeleistung im Solarbetrieb und Lastmanagement laut Datenblatt.
- Preis pro kW (30 %): Aktueller Bestpreis aus den Angebotsdaten je kW Ladeleistung; monatlich neu berechnet.
- Garantie (15 %): Garantiedauer laut Hersteller; fehlt eine Angabe, wird neutral bewertet.
- Unabhängige Tests (10 %): Veröffentlichte Prüfungen unabhängiger Stellen (z. B. ADAC); Designpreise zählen nicht.
- Schnittstellen & Ausstattung (10 %): OCPP, MID-Zähler, Schutzart und Fehlerstromerkennung laut Datenblatt.
Die Rangfolge wird monatlich automatisch aus Datenblatt, Live-Preisen und veröffentlichten Tests berechnet. Bezahlte Platzierungen fließen nie ein. Wir testen nicht selbst. Details
Aktuelle Rangliste
1.Anker SOLIX V1
Score 75 / 100
derzeit kein Live-Preis · 3 Jahre Garantie
Kompatibel mit dem Shelly Pro 3EM als Alternative zum Anker-Zähler, dazu tarifabhängiges Laden über die App; Herstellergarantie 3 Jahre.
2.Sungrow AC22E-01
Score 67,5 / 100
derzeit kein Live-Preis
Robustes Gehäuse, OCPP und optionaler MID-Zähler; für den Solarbetrieb auf Sungrow-Hybridsysteme abgestimmt.
3.Huawei SCharger-7KS-S0 / 22KT-S0
Score 67,5 / 100
derzeit kein Live-Preis
PV-Vorzugsmodus mit Umschaltung auf eine Phase; Steuerung im Huawei-Ökosystem über FusionSolar.
4.GoodWe HCA G2
Score 67,5 / 100
derzeit kein Live-Preis
Drei Leistungsstufen mit Phasenumschaltung und dynamischem Lastausgleich; Steuerung über die GoodWe-App SEMS+.
5.Fronius Wattpilot Home 11 J / Flex
Score 22,5 / 100
derzeit kein Live-Preis
Überschussladen ab 1,38 kW mit automatischer Phasenumschaltung; naheliegend für Besitzer eines Fronius-Wechselrichters.
6.KOSTAL ENECTOR G2 MID
Score 22,5 / 100
derzeit kein Live-Preis
Integrierter MID-Zähler für abrechenbares Laden; PV-Überschussladen mit PLENTICORE G3 oder KSEM G2.
Nach diesen Kriterien entsteht die Liste
Eine Wallbox, die für jedes Haus die richtige ist, gibt es nicht. Entscheidend sind der vorhandene Wechselrichter, die Größe der PV-Anlage, das Bordladegerät des Fahrzeugs und die Frage, ob Sie den Ladestrom später abrechnen müssen (etwa für den Dienstwagen). Deshalb gewichten wir nachvollziehbare Kriterien:
| Kriterium | Gewicht | Worauf wir achten |
|---|---|---|
| PV-Funktionen & Ladeleistung | 35 % | Maximale Ladeleistung, automatische 1-/3-Phasenumschaltung, kleinste Ladeleistung im Solarbetrieb, Lastmanagement |
| Preis pro kW | 30 % | aktueller Bestpreis aus den Angebotsdaten je kW Ladeleistung |
| Garantie | 15 % | Garantiedauer laut Hersteller, sofern veröffentlicht |
| Unabhängige Tests | 10 % | veröffentlichte Prüfungen, z. B. durch den ADAC |
| Schnittstellen & Ausstattung | 10 % | OCPP, MID-Zähler, Schutzart, Fehlerstromerkennung |
Der Preis ändert sich laufend und wird deshalb nicht im Text genannt; tagesaktuelle Angebote finden Sie unter Angebote. Fehlen für ein Produkt Angaben, etwa zur Garantie oder zu einem Test, wird das Kriterium neutral gewertet und nicht als Nachteil gezählt. Wie wir allgemein vorgehen, erklärt die Seite Ranking-Kriterien.
Warum die Phasenumschaltung für Solarstrom so wichtig ist
E-Autos laden aus technischen Gründen mit mindestens 1,4 kW, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Dreiphasig sind laut ADAC mindestens 4,2 kW (3 × 1,4 kW) nötig. Eine Wallbox, die nur dreiphasig lädt, startet also erst, wenn die Solaranlage rund 4,2 kW mehr erzeugt, als das Haus gerade verbraucht. An bewölkten Tagen oder bei kleineren Anlagen bleibt dafür oft nur ein kurzes Zeitfenster.
Wallboxen mit automatischer 1-/3-Phasenumschaltung wechseln bei wenig Sonne auf eine Phase und laden dann schon ab etwa 1,4 kW Überschuss. Steigt die Leistung, schalten sie auf drei Phasen. Der ADAC empfiehlt solche Geräte ausdrücklich für das Laden mit Solarstrom. Damit die Wallbox den Überschuss kennt, braucht sie einen Messwert vom Netzanschlusspunkt, meist über einen Smart Meter oder den Energiemanager des Wechselrichterherstellers. Wer bereits einen Hybrid-Wechselrichter besitzt, fährt mit einer Wallbox desselben Herstellers oft am einfachsten, weil die Hersteller das Zusammenspiel mit ihren eigenen Wechselrichtern und Energiezählern vorsehen. Welche Komponenten genau nötig sind, steht beim jeweiligen Kandidaten.
Wallbox-Test: Was unabhängige Prüfungen hergeben
Wer einen Wallbox-Testsieger sucht, landet meist beim ADAC. Laut dessen Testübersicht (Stand 02.11.2023) erreichten im Wallbox-Test 2022 zehn von zwölf Ladeboxen das Gesamturteil „gut“. Einer der beiden Testsieger war der go-eCharger HOMEfix 11 kW mit der Note 1,8, gleichauf mit dem Wallbox Chargers Commander 2. 2023 prüfte der ADAC acht Wallboxen von Autoherstellern; die besten Noten erhielten Hyundai (1,8) sowie Mercedes-Benz und Peugeot (je 1,9).
Für die hier gelisteten PV-Wallboxen der Wechselrichterhersteller weist die ADAC-Übersicht keine Einzelergebnisse aus. Uns sind für diese Modelle derzeit keine vergleichbaren unabhängigen Labortests bekannt. Testurteile aus Shops oder Herstellerwerbung übernehmen wir nicht. Designpreise wie der Red Dot Award (Huawei SCharger, 2023) oder der German Design Award 2025 (Fronius Wattpilot Flex) sagen nichts über Ladeverhalten oder Zuverlässigkeit aus und fließen nicht in die Bewertung ein. Sobald ein belastbarer Test erscheint, ergänzen wir ihn beim jeweiligen Kandidaten.
Die Kandidaten im Überblick
Fronius Wattpilot
Der Wattpilot Home 11 J lädt laut Fronius mit 3.680 W einphasig oder 11 kW dreiphasig (6 bis 16 A), hat eine Typ-2-Dose, IP65, Fehlerstromerkennung 20 mA AC / 6 mA DC, WLAN und OCPP 1.6 J. Die dynamische PV-Überschussladung reicht von 1,38 bis 11 kW mit automatischer Phasenumschaltung. Die neue Reihe Wattpilot Flex gibt es als Flex Home und als Flex Pro mit MID-Zähler, jeweils mit 6-m-Kabel sowie WLAN und LAN. Mehr unter Fronius-Wallboxen.
Sungrow AC22E-01
Konfigurierbar auf 22 oder 11 kW dreiphasig bzw. 7,4 kW einphasig, mit automatischer Phasenumschaltung, IP65, IK10, DC-Fehlerstromerkennung 6 mA (externer Fehlerstromschutzschalter nötig), OCPP 1.6 J und optionalem MID-Zähler. Für den Solarbetrieb ist das Zusammenspiel mit Sungrow-Hybridlösungen vorgesehen. Details: Sungrow-Wallboxen.
Huawei SCharger-7KS-S0 / 22KT-S0
Einphasig mit 7 kW oder dreiphasig mit 22 kW. Der PV-Vorzugsmodus schaltet bei wenig Sonne auf eine Phase und lädt ab 1,4 kW. Schutzart IP54, Fehlerstromschutz Typ A plus DC 6 mA, Steuerung über die FusionSolar-App. Zur Seite Huawei-Wallboxen.
KOSTAL ENECTOR G2 MID
Bis 11 kW mit automatischer Umschaltung zwischen ein- und dreiphasigem Laden, fest angeschlagenes 7,5-m-Kabel, integrierter MID-Zähler und OCPP 1.6. PV-Überschussladen funktioniert mit dem PLENTICORE G3 oder dem KOSTAL Smart Energy Meter G2; ein Aktivierungscode ist laut Kostal nicht nötig. Mehr unter Kostal-Wallboxen.
GoodWe HCA G2
Drei Modelle mit 7 kW (einphasig), 11 kW und 22 kW. Die dreiphasigen Geräte können auf einphasiges Laden umschalten, dazu kommt dynamischer Lastausgleich; gesteuert wird über die App SEMS+. Siehe GoodWe-Wallboxen.
Anker SOLIX V1
Varianten mit 7,4, 11 und 22 kW, als Kabel- (IP65) oder Steckdosenversion (IP55), IK10. Anker nennt 3 Jahre Garantie, PV-Überschussladen sowie Lastmanagement mit dem Anker SOLIX Smart Meter oder dem Shelly Pro 3EM. Zur Seite Anker-Wallboxen.
So finden Sie das passende Modell
- Ladeleistung: Für die meisten Haushalte reichen laut ADAC 11 kW. 22 kW lohnen sich nur, wenn das Bordladegerät bis 32 A aufnimmt. Mehr dazu auf den Seiten 11-kW-Wallboxen und 22-kW-Wallboxen.
- Anmeldung: Eine 11-kW-Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden, eine 22-kW-Box zusätzlich genehmigt (Verbraucherzentrale). Installieren darf nur ein Elektrofachbetrieb.
- Steuerbarkeit: Wallboxen mit mehr als 4,2 kW, die seit dem 1. Januar 2024 neu angeschlossen werden, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Bei akuter Netzüberlastung darf der Netzbetreiber den Bezug vorübergehend auf bis zu 4,2 kW senken; im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte (Bundesnetzagentur).
- Mehrwertsteuer: Der Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen gilt grundsätzlich nicht für die Wallbox. Laut BMF-Schreiben vom 27.02.2023 gehören Stromverbraucher wie Ladeinfrastruktur nicht zu den wesentlichen Komponenten einer PV-Anlage.
- Abrechnung: Wer den Ladestrom gegenüber dem Arbeitgeber abrechnen will, sollte auf einen MID-Zähler achten, wie ihn etwa der KOSTAL ENECTOR G2 MID oder der Wattpilot Flex Pro mitbringen.
Häufige Fragen
Welche Wallbox ist Testsieger?
Im Wallbox-Test 2022 des ADAC teilten sich der go-eCharger HOMEfix 11 kW und der Wallbox Chargers Commander 2 mit der Note 1,8 den ersten Platz. 2023 prüfte der ADAC Wallboxen von Autoherstellern; vorn lag Hyundai mit 1,8. Für die PV-Wallboxen der Wechselrichterhersteller auf dieser Seite sind uns keine vergleichbaren unabhängigen Tests bekannt. Unsere Liste wird deshalb aus Datenblatt, Garantie und Preis berechnet.
Was ist die beste Wallbox für eine Photovoltaikanlage?
Eine pauschal beste Wallbox gibt es nicht. Für Solarstrom sollte sie automatisch zwischen ein- und dreiphasigem Laden umschalten, damit sie schon ab etwa 1,4 kW Überschuss lädt, und mit Ihrem Wechselrichter oder Energiemanager kommunizieren können. Oft ist eine Wallbox vom Hersteller des Wechselrichters die einfachste Lösung.
Wie oft wird diese Bestenliste aktualisiert?
Die Reihenfolge wird monatlich automatisch aus den aktuellen Angebotsdaten, den Herstellerangaben und veröffentlichten Tests neu berechnet. Bezahlte Platzierungen gibt es nicht.
Brauche ich für PV-Überschussladen zusätzliche Geräte?
Meist ja. Die Wallbox muss wissen, wie viel Strom gerade ins Netz fließt. Dafür braucht es einen Smart Meter am Netzanschlusspunkt oder einen Energiemanager. Anker nennt für die SOLIX V1 etwa den Anker SOLIX Smart Meter oder den Shelly Pro 3EM, Kostal nennt für den ENECTOR G2 MID den PLENTICORE G3 oder den Smart Energy Meter G2.
Muss ich meine Wallbox anmelden?
Ja. Ladeeinrichtungen müssen dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme gemeldet werden; eine 22-kW-Wallbox braucht zusätzlich seine Genehmigung. Seit 2024 neu angeschlossene Wallboxen über 4,2 kW gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen; im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte.
Quellen
- Wallbox-Test: Ladestationen im ADAC Test – ADAC, abgerufen am 02. Oktober 2026
- E-Auto mit Solarstrom laden – ADAC, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Wallbox: 11 oder 22 kW? – ADAC, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Elektroauto mit eigener Ladestation: Solarstrom vom Dach laden – Verbraucherzentrale, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen – Bundesnetzagentur, abgerufen am 02. Oktober 2026
- BMF-Schreiben: Nullsteuersatz für Umsätze im Zusammenhang mit bestimmten Photovoltaikanlagen – Bundesministerium der Finanzen, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Fronius Wattpilot Home 11 J – Technische Daten – Fronius, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Fronius Wattpilot Flex – Fronius, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Sungrow AC22E-01 Datasheet V4 – Sungrow, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Huawei Smart Charger SCharger-7KS-S0 / 22KT-S0 – Huawei, abgerufen am 02. Oktober 2026
- KOSTAL ENECTOR G2 MID – KOSTAL Solar Electric, abgerufen am 02. Oktober 2026
- GoodWe HCA G2 – GoodWe, abgerufen am 02. Oktober 2026
- Anker SOLIX V1 Smart EV-Ladegerät – Anker SOLIX, abgerufen am 02. Oktober 2026
Inhalt zuletzt geprüft: 04. Oktober 2026